Schule, sowohl wie sie gestern war, als auch heute ist, konnten die Besucher am Sonnabend in der Grundschule in Klein Wanzleben kennen lernen. Während die Schulkinder von heute ihren Eltern und Großeltern zeigten, wie sie lernen, ergriff so manche Oma im Schulmuseum in der oberen Etage die Initiative, um zu erklären, wie sie damals mit Griffel und Schiefertafel den Lehrstoff festgehalten hatte.

Klein Wanzleben. Es war zwar ungewöhnlich, dass man die Klein Wanzleber Grundschüler am Sonnabend in ihren Klassenräumen antraf, aber so außergewöhnlich dann doch wieder nicht. Denn der Tag der offenen Tür im Frühjahr ist schon zur Tradition geworden, um den Eltern, Großeltern und auch anderen Interessierten zu zeigen, was in der Schule während des Alltags so läuft. Und es lohnte sich, hinter die Türen zu schauen.

Für die jüngeren Besucher gab es in einem Klassenraum die Ostereier-Malwerkstatt, in einem anderen konnten Osterteller mit Serviettentechnik gestaltet werden, noch woanders versuchten sich die Kinder im Stempeldruck. Im Betreuungsraum verweilten einige Kinder recht gern, denn hier konnten neue und alte Gesellschaftsspiele wie " Ubongo " oder " Mensch ärgere dich nicht " ausprobiert werden. " Unsere Kinder nutzen das gern, wenn sie eine Freistunde haben oder die Busse noch nicht fahren, und heute können auch die, die sonst zu Fuß nach Hause gehen, die Spiele mal ausprobieren ", erklärte Doris Trog, die im Betreuungsraum die Aufsicht übernommen hatte. In anderen Räumen konnte man aber auch Kinder beobachten, die ihren Angehörigen gern zeigten, was sie gerade im Unterricht lernen.

Viele der Besucher nutzten natürlich auch die Gelegenheit, die Stufen hinaufzusteigen und sich das Schulmuseum als Besonderheit der Klein Wanzleber Grundschule etwas näher zu betrachten. So konnte man im historischen Schulraum die Utensilien von einst kennen lernen, aber gleich nebenan auch eine historische Bauernküche mit einer Grude, einen alten Kaufmannsladen oder die alten Spielzeuge von einst entdecken. " Unsere Kinder dürfen die Spiele manchmal auch ausprobieren, wenn wir beispielsweise Kreiseltreiben üben ", erklärte Bärbel Erxleben, die das Museum betreut. Nach Anmeldung im Sekretariat können auch Gruppen aus anderen Schulen oder andere Interessenten sich hier einmal umsehen. Geöffnet ist das Schulmuseum immer dienstags.

Kurz bevor der Tag der offenen Tür sich dem Ende näherte, zeigten die Grundschüler noch einmal ihre musikalischen Talente. Sie hatten im Vorfeld ein kleines Programm mit Liedern, Gedichten und Instrumentalstücken einstudiert, um den Frühling anzulocken und vielleicht auch dem einen oder anderen Kindergartenkind, das kurz vor dem Schuleintritt steht, zu sagen : " Komm zu uns, bei uns in der Schule ist es schön !"