Oschersleben. " Besonders wenn Feiertage vor der Tür stehen, haben Taschendiebe Hochkonjunktur ", sagt Ingo Kühl. Und deshalb war der Beamte der Bundespolizeiinspektion Magdeburg nun kurz vor Ostern abermals in der Oschersleber Fußgängerzone unterwegs, um Passanten auf die Gefahren hinzuweisen und ihnen Tipps zu geben, wie Taschendiebstähle zu verhindern sind. Und abermals waren Kühls Kollegin Sabrina Fuchs sowie Peter Hartling vom Oschersleber Polizeikommissariat dabei.

Gut zwei Stunden haben die drei Beamten auf dem Boulevard sowie auf dem Bahnhof und Busbahnhof Ausschau nach " Einladungen " für Taschendiebe gehalten. Und ist ihnen beispielsweise eine Dame aufgefallen, die ihre Handtasche " viel zu locker " über der Schulter trug, oder ein Herr, dessen Brieftasche aus der Jacken- oder Hosentasche lugte, haben die Beamten darauf aufmerksam gemacht. Und haben zudem viele Tipps gegeben und Informationsmaterial mit dem Titel " Schlauer gegen Klauer " verteilt.

" Taschendiebe stehlen meist im Gedränge. Bevorzugtes Diebesgut sind Brieftaschen, Geldbörsen und Handys aus Handtaschen oder aus der Bekleidung ", sagt Ingo Kühl und spricht von mehr als 90 000 Taschendiebstählen, die in Deutschland jährlich registriert und von denen nur gut fünf Prozent aufgeklärt werden. " Viele Bürger bekommen den Diebstahl erst viel später mit, dann sind die Täter meist schon über alle Berge. "