Vergnügen sollte sie bereiten, aber auch einen gewissen Ernst und sportlichen Ehrgeiz bei den 70 teilnehmenden Fahrern und Co-Piloten erfordern : Die Bodezielfahrt des Oschersleber Motorsportclubs. Im Gegensatz zu gewöhnlichen Wettkämpfen gab es jedoch einen Unterschied : Nicht der Bleifuß, sondern Geschicklichkeit und Konzentration waren vonnöten, um in allen Disziplinen besonders gut abzuschneiden.

Oschersleben. Bereits zum zehnten Mal seit Wiederaufnahme hatte der MSC Oschersleben am Sonntag zur Bodezielfahrt für jedermann geladen. Und auch wenn der morgendliche Himmel noch von einer nassen Piste sprechen wollte, fanden sich 30 zwei- und vierrädrige Fahrzeuge auf dem Gelände der Motorsport Arena ein, um zu einem Wettstreit in vier Etappen anzutreten.

Die Ansprüche dabei waren klar : In den Disziplinen galt es nicht den Gasfuß zu strapazieren, sondern mit zeitlichem Feingefühl geschickt das eigene Fahrzeug zu lenken. In der ersten Etappe kam es darauf an, einen Slalom zu meistern, der in möglichst gleicher Zeit wiederholt werden musste.

Danach folgte mit der eigentlichen Zielfahrt die umfangreichste Aufgabe des Tages : Eine 134 Kilometer lange Route führte die Teilnehmer – nummeriert und in zeitlichen Abständen – in den nördlichen Landkreis bis nach Klinze und wieder zurück. Die von den Veranstaltern zuvor abgefahrene Strecke, galt es in möglichst genauer Zeit zu absolvieren, wobei vorab markierte wie unangekündigte Zeitmessungspunkte eingebaut worden waren. Wahrscheinlich hatte keiner der Teilnehmer je zuvor alle Orte der Strecke gesehen, geschweige denn am Stück abgefahren, sodass es im Ziel das eine oder andere ungläubige Gesicht gab, als die Reihenfolge der Fahrzeugnummern nicht so recht mit dem übereinstimmen wollte, was in der Vorschule gelehrt wird. Da halfen letztendlich auch die Extra-Runden im nahegelegenen Kreisverkehr nicht immer, den Konflikt mit der Stoppuhr noch zu beschwichtigen …

In der Startgebühr waren aber nicht nur der Wettkampf und die Freude am Fahren enthalten, sondern auch eine ausreichende Verpflegung vor Ort und der Höhepunkt für viele, die bis dato angesprochene Disziplinen sowie einen Rückwärtsslalom hinter sich gebracht hatten. Denn für die letzte Wertung ging es direkt auf die Strecke der Motorsportarena, wo im eigenen Auto noch drei Runden gedreht werden durften.

Bei der gelungenen Veranstaltung, die einen Dank an alle Helfer und die Verantwortlichen des Austragungsortes einschloss, siegten in der Autowertung das Oschersleber Team " Kosub " ( Volvo ) vor " Iwan " ( BMW, Schönebeck ) und dem Ausleber Sebastian Tuch ( Opel ). Die Frauen-Wertung sicherte sich ( konkurrenzlos ) das Magdeburger Team " Kölb " ( Dacia ), während bei den Motorrädern die Teams " Zenkner " ( Ausleben ) die Nase vorn hatte, vor den Oschersleber Teams " Krause " und " Wiche ".