Heidi Hörauf ist die neue Leiterin des Wohnheims im Matthias-Claudius-Haus. Die 31-Jährige hat die Nachfolge von Margret Gutzeit-Albrecht angetreten. Damit ist sie verantwortlich für fast 60 Mitarbeiter und 125 geistig und mehrfach behinderte Menschen.

Oschersleben. In den vergangenen Wochen hat Heidi Hörauf die Bewohner und die Mitarbeiter des Oschersleber Wohnheims der Matthias-Claudius-Stiftung kennengelernt und wurde von Claudius-Haus-Geschäftsführer Michael Lange in die Strukturen der evangelischen Einrichtung eingearbeitet. " Ich fühle mich hier sehr gut aufgehoben ", resümierte die neue Leiterin des Wohnheims die zurückliegende Einarbeitungszeit. " Ich habe nicht einfach nur die Wohnbereichsleitung übernommen, ich leite ein Zuhause ", sagt die gebürtige Magdeburgerin, die in Hötensleben ihren neuen Lebensmittelpunkt gefunden hat.

Fortan trägt sie die Verantwortung für fast 60 Mitarbeiter und 125 geistig oder mehrfach behinderte Menschen, die an mehreren Standorten in Oschersleben wohnen und umfassend betreut werden. In der Anfangszeit besuchte sie nicht nur die Wohnheime, sondern kontaktierte auch Betreuer und Kostenträger. Dabei nützen der ausgebildeten Krankenschwester und studierten Diplom-Pflegepädagogin ihre mehrjährigen Erfahrungen in der Leitungsebene einer Mobilen Krankenpflege in der Landeshauptstadt. Gelernt hat sie in den Pfeifferschen Stiftungen Magdeburg, das Studium absolvierte sie in Bielefeld.

Nach 13 Jahren im Pflegebereich keimte in der 31-Jährigen der Wunsch nach Veränderung. In der Tageszeitung liest sie die Stellenanzeige des Matthias-Claudius-Hauses und bewirbt sich. " Für mich ist die Arbeit in der Behindertenhilfe sehr reizvoll. Ich wollte beruflich gern in diese Richtung gehen ", sagt sie. " Außerdem wollte ich langfristig wieder in einer diakonischen Einrichtung tätig sein. " Heidi Hörauf schafft es in die engere Bewerberauswahl und erhält letztlich die Zusage. " Ich habe mich wahnsinnig über die Entscheidung der Geschäftsführung gefreut. "