Gröningen. Heute ist Aschermittwoch. Und kurz vor Ende der Karnevalssaison ließen auch die Gröninger Narren noch ein letztes Mal für dieses Jahr ihr Programm steigen, das sie in ihrem Jubliäumsjahr unter dem Motto " Theater, Theater schon 30 Jahr ‘ – yes, we can Groninga allah !" feierten.

Bei ihren Büttenreden, Gesängen, Tänzen und Shows zeigten die Jecken ihr gewachsenes Können und begeisterten die zumeist kostümierten Gäste der Region.

Nachdem der Präsident Christian Axmann durch die Hupfdohlen in den Saal geführt wurde, die Gäste begrüßte und den Elferrat vorstellte, stieg er selber als Stadtschreiber in die Bütt und nahm nicht nur die Politik der Region auf die Schippe – die Lage der Nation lag ihm am Herzen.

Im Unterschied zu den Büttenreden in den rheinländischen Hochburgen wahrte er jedoch respektvoll die privaten Sphären unserer obersten Politiker, die von Bundeskanzlerin Angela Merkel genauso wie von Außenminister Guido Westerwelle und ging mehr auf " Rücktritte, Austritte und Arschtritte " ein.

In der Jungen Garde sah man junge und neue beschwingte Gesichter, die eine weitere positive Entwicklung des Vereins in den nächsten 30 Jahren erhoffen lassen. Die nunmehr schon bekannten Bördebengels unter Anleitung der Stimmungskanone Steffen Dietrich sorgten schnell für erste Zugaben im Saal.

Zugaben gab es auch für das Gröninger Männerballett, das zunächst als brave Nonnen mit brennenden Kerzen daher kam und anschließend unter großem Beifall " Lenne " zeigte.

Unser Altmeister Karl-Heinz Gronenberg kam nach vielen Jahren mal wieder als Arthur der Engel auf das Parkett – eine Rolle, die ihm auf den Leib geschrieben ist. In jüngeren Jahren schwebte er tatsächlich und spektakulär wie auf Wolke 7 an einem Seil durch den Kulturhaussaal. Köstlich war sein Aufruf an die Gröninger Hundebesitzer, sie mögen doch auf Hühner umsteigen, denn die im Zuckerpark gelegten " Eier " würde man doch sehr gern mitnehmen. Weiter sorgten seine kritischen Anmerkungen über die Arztpraxen und deren Kassenpatienten für viel Beifall. Dennoch musste er auch ein himmlisches Machtwort sprechen, da einige Gäste scheinbar und unverdrossen das gesamte letzte Jahr auswerteten.

Der ausgefeilten Rede folgten die quirligen Tanzgirls und die männlichen Bewegungswunder. Die Kloster Gröningerin Evelin Christel zeigte herzhaft und passend zu ihrer gewichtigen Statur Diät- und Schönheitsprobleme der Frauen auf. Die Bemerkung : " Wenn ich lächle, hebt sich automatisch mein Bein " löste viel Beifall aus. Zu vorgerückter Stunde wurde es recht gruselig im Saal. Christel Gronenberg und Sigrid Walter führten gekonnt durch eine Show, die an Geschichten um Graf Dracula erinnerten. Als Graf Dracula erkannten die wenigsten das Elferratsmitglied Mike Thomas. Übergangslos stieg die Gruppe Showtime in das Geschehen ein und zeigte den wilden Tanz der Ungeheuer, bevor das Männerballett wieder das Ruder übernahm.

So richtig kriminell wurde es beim Auftritt eines Richters ( Torsten Timme ) und seines Delinquenten ( Steffen Dietrich ). Auf jede Frage des Richters antwortete der Gefangene mit einem passendem Gesang und brachte den Gesetzeshüter zur Verzweiflung. Eine gelungene Gerichtsverhandlung, die an den Sketsch von Schauspieler Alfred Müller und der unvergessenen Helga Hahnemann erinnerte.

Weiter so in Richtung 40 Jahr beim GCV.