Hadmersleben. Mit Beginn des neuen Jahres begann für die Leiterin der Stadtbibliothek Hadmersleben auch ein Jubiläumsjahr. Vor 25 Jahren hat Melitta Glötzl ihr Amt übernommen und ist seitdem Herrin über hunderte von Medien. Und während der erste Monat des neuen Jahres bereits herum ist, hat die Hadmersleberin auch die Statistik des vergangenen Jahres fertig. Insgesamt 3 255 Männer, Frauen und Kinder kamen im Vorjahr in die Einrichtung. Sie liehen 12 758 Bücher, CDs, DVDs oder Computerspiele aus. Diese Zahlen können sich sehen lassen, doch sie sind rückläufig. " Es kommen sowohl weniger Erwachsene als auch weniger Kinder ", berichtet Melitta Glötzl. Ursachen sieht sie auch in der Tatsache, dass die Stadt Hadmersleben in den letzten zwei Jahren keinen genehmigten Haushalt hatte und damit gab es auch kein Geld zum Kauf neuer Bücher, CDs, DVDs oder Computerspiele.

" Im Dezember stellte mir Bürgermeister Ulrich Göllner 150 Euro zur Verfügung, dafür konnte ich noch einige Bücher für Kinder und Erwachsene kaufen ", berichtet Melitta Glötzl. Bewährt hat sich nach wie vor, dass besondere Leserwünsche mit Hilfe der Wanzleber Bibliothek erfüllt und ausgetauscht werden. Hin und wieder gibt es von Hadmerslebern auch mal eine Bücherspende.

Wie schon in den Vorjahren hat Melitta Glötzl zahlreiche Veranstaltungen in der Stadtbibliothek Hadmersleben organisiert. Insgesamt waren es 40. Angesprochen werden dabei vor allen Dingen Kinder. Seit vielen Jahren gibt es eine enge Zusammenarbeit mit der Grundschule, mit der Förderschule und mit der Kindertagesstätte. Neben Lesungen oder Bibliotheksführungen hat schon so manche Schulklasse eine Nacht in der Bibliothek verbracht und dabei erlebten die Kinder so manches Abenteuer und haben natürlich auch gelesen. Zwei Lesungen fanden im vergangenen Jahr für Erwachsene statt.

Auch im neuen Jahr wird an den Veranstaltungen für Kinder und Erwachsene festgehalten. Melitta Glötzl hofft zudem, dass sie 2010 den Buch- und Medienbestand mal wieder so richtig auffrischen kann und damit wieder mehr Männer, Frauen und Kinder in die Bibliothek kommen.