Oschersleben. Gruselfans aufgepasst : Der erst 21-jährige Dominik Grittner aus Oschersleben hinterlässt mit seinen Büchern eine Gänsehaut bei den Lesern. Einen kleinen Vorgeschmack auf sein literarisches Können gab er am Dienstag bei einer Lesung in der Oschersleber Stadtbibliothek.

Dabei spricht er ganz selbstverständlich von dem eigentlich Unfassbaren. " Es gibt Vampire. Und sie leben hier in Oschersleben ", berichtet Horrorbuchautor und Student Dominik Grittner. Mit seinem Erstlingswerk aus der Reihe " Phantastische Zeiten in Hannover " stellt der Germanistikstudent gleich ein Bündel an hochkarätigen Kurzgeschichten rund um sein Lieblingsthema vor. Erstmals der breiten Öffentlichkeit stellte er nun die Geschichte " Bewerbungsgespräch " vor. Und eben diese sorgte schon nach den ersten Sätzen aus dem Mund des Schreibers für Erstaunen beim Publikum im gut gefüllten Lesecafé in der Hornhäuser Straße. Doch nicht, weil seine Geschichte mit überraschenden Wendungen schon zu Beginn aufwartet, sondern weil sie in Oschersleben spielt. Bei seinen Ortsbeschreibungen – Nickelkulk, Schermcker Straße – war das Raunen aus dem Publikum deutlich zu vernehmen. So etwas hatte man schon lang nicht mehr gehört. Und erst recht nicht aus dem Gruselgenre Horror.

Zur Geschichte : Eine junge Frau ist ihres einfachen und vorhersagbaren Lebens überdrüssig. Als sie auf eine Stellenanzeige stößt, entschließt sie sich zu einem Bewerbungsgespräch der besonderen Art. Denn es handelt sich in der Offerte nicht um die Neubesetzung eines herkömmlichen Berufes. Sie bewirbt sich um eine Zukunft als Vampir-Dame. Ähnlich kurios wie der Berufswunsch läuft dann auch das von Dominik Grittner minutiös und blutig dargestellte Gespräch zwischen dem Chef, dem " Duce ", und der Vampiranwärterin. Das überraschende Ende hinterließ bei den Hörern im Lesecafé an diesem Abend sicherlich nicht nur viele Fragen zur Zukunft der Frau auf Jobsuche, sondern machte Lust auf mehr. Lust auf weitere Erzählungen aus der Feder des erst 21-jährigen Oscherslebers.

Dominik Grittner, sichtlich stolz auf sein Erstlingswerk, hat den Blick allerdings bereits fest auf Kommendes gerichtet : " Ich habe bereits die Zusage eines Magazins für die Herausgabe einer weiteren Kurzgeschichte. Und daneben arbeite ich fleißig an den nächsten Büchern meiner Anthologie. " Band zwei seiner Horrorgeschichten sei bereits druckreif und warte auf Veröffentlichung, gab der Jungautor gegenüber der Volksstimme Auskunft.

Einen ersten Erfolg durfte er indes schon am Dienstagabend feiern. Nicht nur, dass seine Geschichten das Publikum fesselten, es gab auch den verdienten Applaus für seine fantasievollen Geschichten.