Weil die Gefahr auf den Seen und Bächen der Einheitsgemeinde Stadt Wanzleben – Börde in den kommenden Wochen mit einsetzendem Tauwetter und damit brüchigen Eisflächen steigt, hat die Wanzleber Feuerwehr einen ehemaligen Pulverlöschergeräteanhänger zu einem Schlauchbootanhänger umgerüstet. Damit verlastet ist auch ein Eisschlitten, der in Notfällen sofort eingesetzt werden kann. Ermöglicht hat dies die Stadt und die Fahrzeugbau und Landtechnik GmbH Wanzleben.

Wanzleben. Der neue Schlauchbootanhänger mit einem eigens zur Rettung von im Eis eingebrochenen Menschen angefertigten Eisschlitten samt Boot steht einsatzbereit im Gerätehaus der Wanzleber Feuerwehr. Der lange Frost und eine entsprechend dicke Eisdecke haben viele Unvernünftige auf die Seen, Teiche und Bäche der Einheitsgemeinde gelockt. Doch die Sicherheit trügt oft, vor allem, wenn ab Ende dieser Woche die Temperaturen wieder langsam über 0 Grad Celsius klettern sollen.

" Die Wanzleber Feuerwehr ist dann für einen Rettungseinsatz auf dem Eis gewappnet ", erklärt Stadtwehrleiter Burkhard Wegner. Er hofft, dass er das neue Rettungsdienstgerät nie einsetzen muss. Wenn es aber gebraucht wird, zählt jede Sekunde. Aus diesem Grund haben die Kameraden mit Hilfe der Fahrzeugbau und Landtechnik GmbH Wanzleben das im vergangenen Jahr neu gekaufte Schlauchboot ( Neupreis rund 3000 Euro ) auf einen speziell umgebauten Anhänger gebaut. Dieser müsste im Notfall nur an das Löschfahrzeug angehängt werden.

Die Stadt und die Firma haben sich die Kosten für den Umbau des ehemaligen Pulverlöschgeräteanhängers plus Bau des Eisschlittens geteilt. 14 Tage haben die Umbauarbeiten gedauert.

Nun ist das Schlauchboot mit dem eigens angefertigten Eisschlitten verlastet. Desweiteren sind sechs Schwimmwesten, Paddel und Leinenmaterial auf dem umgebauten Anhänger untergebracht.

In der vergangenen Woche hatte außerdem Staatssekretär im Innenministerium Rüdiger Erben die Wanzleber Wehr besucht. Er sprach nach Angaben von Burkhard Wegner unter anderem über allgemeine Probleme bei den Feuerwehren im Zusammenhang mit der Gebietsreform, der Laufbahnverordnung, der Erteilung von Fördermitteln, der Einführung des Digitalfunks, die Feuerwehr-Rente sowie über die Nachwuchsgewinnung.

Das Gespräch an dem auch Verwaltungsleiterin Petra Hort, Bürgermeisterkandidatin und Landtagsabgeordnete Silke Schindler ( SPD ), Ordnungsamtsleiterin Erika König, Bezirksbrandmeister Lothar Lindecke, Kreisbrandmeister Horst Nitzer, Wanzlebens Revierkommissariatsleiter Bernd Kelle sowie die Ortswehrleiter der Einheitsgemeinde teilnahmen, verliefen in " guter, konstruktiver Atmosphäre zur Zufriedenheit aller Beteiligten ", wie Stadtwehrleiter Burkhard Wegner erklärte.