Eine Frau ist gestern bei einer Gasexplosion in Ausleben verletzt wurden und musste mit einem Rettungshubschrauber in eine Hallenser Spezialklinik für Brandopfer geflogen werden. Das Wohnhaus der fünfköpfigen Familie ist wegen Einsturzgefahr nicht bewohnbar. Die Gemeinde stellte eine Notunterkunft zur Verfügung.

Ausleben. " Das ist für mich das Wichtigste, das meine Mutter Glück im Unglück hatte und nicht so schwer verletzt ist ", sagte gestern Nachmittag Stefan Rust. Der 22-Jährige hatte gerade mit seiner Mutter Cornelia Rust telefoniert. Die 42-Jährige war am Vormittag bei einer Gasexplosion, die sich im Wohnhaus der Familie Am Schlosspark 12 in Ausleben ereignete, verletzt wurden. Ein Rettungshubschrauber hatte die Frau mit Brandverletzungen in eine Spezialklinik nach Halle geflogen.

Es war gestern gegen 10. 50 Uhr als sich im Wohnhaus der Familie Eisemann / Rust aus bislang ungeklärter Ursache die Gasexplosion ereignete. Die verletzte Cornelia Rust befand sich in diesem Augenblick im Obergeschoss des Wohnhauses in der Straße Am Schlosspark. Während sich die anderen vier Familienmitglieder selbst ins Freie retten konnten, musste die 42-Jährige von Ausleber Feuerwehrleuten aus dem Haus geborgen werden. " Wir haben sie dann dem Rettungsdienst übergeben, der Rettungshubschrauber hat die verletzte Frau nach Halle geflogen ", sagte Auslebens Gemeindewehrleiter Clemens Köhler. Die Feuerwehr war mit 24 Kameraden und vier Fahrzeugen im Einsatz, um die Folgen der Explosion zu mildern. Im Haus soll auch ein Feuer ausgebrochen sein, was beim Eintreffen der Einsatzkräfte schon verloschen war.

Unterstützung bekam die Ausleber Feuerwehr vom Technischen Hilfswerk ( THW ) aus Oschersleben und Quedlinburg. Die THW-Leute sägten Holzbalken zu, um damit die Wand des Hauses auf der Hofseite, die durch die Wucht der Explosion nach außen gedrückt wurde, zu stabilisieren. Später brachten die technischen Helfer noch im Inneren des Hauses Stützkonstruktionen an. Das Haus ist wegen akuter Einsturzgefahr zurzeit nicht bewohnbar.

Die Familie Eisemann hat von der Gemeinde Ausleben in der Damaschkestraße 5 ein Notquartier zur Verfügung gestellt bekommen. Wegen der Einsturzgefahr war es jedoch nicht möglich, aus dem von der Explosion gezeichneten Wohnhaus der Familie Möbel herauszuholen. " Das wäre einfach zu gefährlich ", sagte Wehrleiter Köhler. Nur wichtige Dokumente konnte die Familie in Begleitung von Feuerwehrleuten bei einem kurzen Gang aus ihrem zerstörten Haus bergen.

Um die ärgste Not zu lindern, rufen Gemeindewehrleiter Clemens Köhler und Harald Hinz von der Feuerwehrabschnittsleitung die Ausleber dazu auf, für die Familie Eisemann zu spenden. Benötig werden in erster Linie Kleidung, Nahrungsmittel, Bettzeug sowie Möbel für Schlafzimmer und Stube. Wer etwas spenden möchte, kann sich mit der Familie in der Damaschkestraße 5 in Verbindung setzen. Auch hofft die Familie auf tatkräftige Unterstützung aus dem Dorf, wenn es später an die Reparatur der Schäden im Haus Am Schlosspark geht. Zunächst müssen jedoch Bausachverständige feststellen, wie schwerwiegend die Schäden am Haus sind. Bis dahin ist das Haus gesperrt.