Zum 20. Mal bebt nun beim Blumenberger Karneval der Bördeboden, geht im " Krug " so richtig die Post ab. Und die Narren von Blumenberger Kultur- und Karnevalsverein ( BKK ) haben sich auch für diese Session, deren Premierenveranstaltung am Sonnabend über die Bühne ging, einen ganz besonderen Auftritt einfallen lassen, der Erinnerungen weckt.

Blumenberg. " Wir wollen heute einen Querschnitt aus 20 Jahren Blumenberger Karneval bieten ", weckten die Moderatoren Susanne Busch und Daniel Axmann gleich zu Beginn die Neugier des Publikums. Und sie versprachen keinesfalls zu viel, denn die " Urgesteine " hatten noch einmal die " Chronik " der vergangenen zwanzig Sessionen durchgestöbert und der Nachwuchs sorgte im über dreistündigen Programm für manchen weiteren farbigen Akzent zwischendurch.

So gaben Christina und Gerhard Schmidt beispielsweise Einblicke in ihr harmonisches Eheleben, wie sie es 2002 schon einmal taten, und Daniel Axmann und Dieter Richter drehten auch die Uhr noch einmal zehn Jahre zurück und verwandelten sich in Sohn und Vater, bei denen die Aufklärung sehr verspätet ein Thema ist. Eine absolute Wandlungsfähigkeit bewiesen insbesondere die " Urgesteine " des Blumenberger Karnevals. Werner Bierwirth trat als Klempner ( Sketch von 1994 ), als verunglückter Dachdecker ( aus dem Jahr 2002 ) und als Kaffeetante Roswitha ( aus dem Jahr 2003 ) in Erscheinung. In nichts nach standen ihm auch Bärbel Braune und Gertraude Schug-Müller. Bärbel Braune trat im Sketch von Frau Froschhammer ( von 1995 ) in Aktion, während Gertraude Schug-Müller die aufgeregte Frau spielte, die den Klempner Werner Bierwirth bestellt hatte. Zusammen bereicherten sie an der Seite von Donata Finke und Werner Bierwirth die Kaffeetafel und mimten sie " Waltraud und Mariechen ". Und obwohl auch die " Blumenberger Lärchen " schon über Jahre aus dem närrischen Treiben nicht mehr wegzudenken sind, bewiesen sie mit ihren Auftritten, dass sie keineswegs in die Jahre gekommen sind. Für frisches Blut sorgten die " Dancing Diamonds " ebenso wie die " Crazy Jumper " und die " Blumenberger Dreamboys " mit tänzerischen Einlagen sowie André Müller, der als redseliger Angler in Erscheinung trat.

Ergebnis war eine bunte Mischung, die für gute Laune sorgte. Und die bewies einmal mehr, dass der Blumenberger Karneval auch in der 20. Session ganz ohne Funkenmariechen, Elferrat und Prinzenpaar auskommt. Dafür dürfen aber Orden für den besten Lacher und das beste Kostüm im Publikum, die Schunkelrunde zur Muskellockerung und die Blumenberger Hymne nicht fehlen.

Und das beeindruckte diesmal sogar Narren aus Amelsbüren, einem Stadtteil von Münster. Sie waren als 35 Personen starke Delegation nach Blumenberg gekommen, um zu erleben, wie hier gefeiert wird. Sie waren begeistert und stimmten gern mit ein : " Blumenberg ist famos, ja in Blumenberg ist was los !"