In Seehausen hat der Illusionsmaler Bernhard Harms mit dem Anbringen des Seehäuser Wappens am Giebel des Gemeindesaals " Zur Sonne " einen Schlusspunkt der Dachund Fassadensanierung gesetzt. Auch in Domersleben ist am Schulhortgebäude in der Gartenstraße das Baugerüst gefallen, allerdings regte das, was dahinter zum Vorschein kam, zur Diskussion im Ort an.

Domersleben. In einem frischen Gelb und Rot erstrahlt die neue Fassade des Schulhortgebäudes in der Gemeinde Domersleben. " Was das Rot betrifft, leuchtet mir der Farbton nach meinem Geschmack etwas zu schrill ", formuliert es Bürgermeister Bernd Meyer etwas vorsichtig. Angesichts der knallbunten Farbgestaltung dürfte selbst das Gebäude der örtlichen Feuerwehr blass aussehen. Und so habe man sich die Farbe auch eigentlich nicht vorgestellt, erklärt der Ortschef. " Wir haben uns bei der Firma einen Gelb- und einen Rotton, der ins bräunliche übergeht, ausgesucht. Als die Malerarbeiten beendet und die Farbe am Sockel dann aber trocken war, fanden wir das Ergebnis alle ziemlich schrill ", erklärt Bernd Meyer. Es müsse hier zu einer Verwechslung gekommen sein. Die Fassadenfarbgebung war sogar mittels einer Farbpalette im Rahmen des Gemeinderates ausgesucht und entschieden worden. Inzwischen ist die Schulhort-Fassade Reibungspunkt und Diskussionstoff zugleich. Über Geschmack lässt sich eben trefflich streiten. Bürgermeister Bernd Meyer und die Bauausschussmitglieder werden nun bei der Abnahme wohl mit der Malerfirma eine entsprechende Diskussion über Rottöne führen müssen.

Illusionsmaler Bernhard Harms hat es da in Seehausen viel leichter. Seine Vorgaben sind sogar über 1043 Jahre alt. Er brachte kürzlich das Wappen der Stadt an die frisch sanierte Fassade an der Seehäuser " Sonne " an. Diese ist in Sonnengelb gehalten. Vermutlich erwartet man diese Farbgebung auch von einer Fassade, an der nun auch groß der Schriftzug " Zur Sonne " prangt. Seehausens Bürgermeister Eckhard Jockisch zeigt sich jedenfalls sehr zufrieden darüber, dass Dach und Fassade endlich neu sind. 50 000 Euro Fördermittel wurden dafür ausgegeben. Im Januar werden nach seinen Angaben die Sanierung- und Instandsetzungsarbeiten, wie das Freilegen der Kuppel und der Dachdeckendämmung, im Inneren des Saals beginnen. Dafür stehen noch 30 000 Euro Fördermittel aus dem Konjunkturpaket II aus. Mit den 11 000 Euro Eigenmittel der Kommune wurden dann insgesamt 91 000 Euro in und rund um den Gemeindesaal verbaut.