Oschersleben. " Kommen, Sehen, Stauen !" Wem für den " besonderen Weihnachtsmarkt " der Oschersleber Werkstatt für behinderte Menschen ( WfbM ) dieses Motto eingefallen ist, der hat Weitsicht bewiesen. Denn am zurückliegenden Wochenende ist es im Neubrandslebener Weg 10 b absolut mottogerecht zugegangen.

Gekommen beispielsweise sind am Sonnabend und Sonntag auf das Werkstattgelände mehr als 6 000 kleine und große Besucher, und damit mindestens so viele wie in den Jahren zuvor. An beiden Tagen standen die ersten Gäste schon eine Stunde vor dem offiziellen Beginn am Tor.

Das sich für sie auch schon vor der Zeit öffnete, um danach kaum noch einmal zuzugehen, weil der Besucherstrom von früh bis spät nicht abgerissen ist. Ob zu Fuß, mit dem Fahrrad oder mit dem Auto, die Kinder und Erwachsenen kamen von nah und fern, um ein, zwei, oder auch drei Stunden, einige gar den gesamten Tag über zu bleiben.

Denn zu sehen gab es wie mottoversprochen in den Werkstatträumen und an vielen anderen Orten eine ganze Menge. 44 Händler beispielsweise, die ihre Waren mitunter nicht einfach so feilboten, sondern vor Ort herstellten. So waren unter anderem ein Glasbläser, ein Maler, ein Töpfer oder auch ein Drechsler mit ihrer halben Werkstatt angereist. Und noch mehr Kreativität war an den 25 Ständen gefragt, die von der Werkstatt für behinderte Menschen und dem Matthias-Claudius-Haus betreut wurden. Denn hier waren die Gäste unter anderem aufgefordert, Plätzchen zu backen, Lokomotiven zu basteln, Schmückstücke herzustellen oder auch Weihnachtsgestecke anzufertigen. Was sie auch mit großem Eifer getan haben.

Wie sie zudem dem Motto folgend gestaunt haben über die Auftritte zahlreicher Musiker und der Wulferstedter Märchenfamilie, über das tolle Geschichten-Vorlese-Zimmer, das Nostalgie-Karussell, das große Speisen- und Getränkeangebot der Werkstatt-Küche und über all das, was hier unerwähnt geblieben ist.