Villa-Bewohner des Matthias-Claudius-Hauses, Mitarbeiter und großzügige Spender ermöglichten nach zweijähriger Planungsphase und etlichen Sammelaktionen, die alten bleiverglasten Fenster wieder in die sanierte Stadtvilla Heine einzusetzen.

Oschersleben. Es war ein langer Weg für das Team des Matthias-Claudius-Hauses und seine Bewohner. Aber nach zwei Jahren können alle Beteiligten stolz behaupten : " Es hat sich gelohnt ". Die alte Stadtvilla Heine in der Oschersleber Breitscheidstraße, in den vergangenen Jahren aufwendig saniert und auf die Bedürfnisse der behinderten Bewohner abgestimmt, erhielt nun durch den Einbau der " neuen " alten Bleiglasfenster den letzten Feinschliff.

Rückblick : Bereits 2007 sollten die Fenster, die bis dahin in den Kellerräumen des ehemaligen Staatssicherheitsgebäudes ein Schattendasein führten, wieder eingebaut werden. Das ehrgeizige Projekt scheiterte damals allerdings an den hohen Kosten, die auf etwa 3 000 Euro beziffert wurden. Aufgeben kam für Mitarbeiter und Bewohner des Matthias-Claudius Hauses aber nie in Frage. " Wir suchten einen Weg, die Kosten zu stemmen und unsere Mitbewohner waren dabei sehr kreativ ", berichtet Gruppenleiterin Andrea Siebert. So sammelten die Heimbewohner Geld, indem sie auf Flohmärkten Selbstgebasteltes verkauften oder Altpapier abgaben. " Ein weiterer Teil konnte durch großzügige Spenden während des alljährlichen Trödelmarktes auf dem Gelände gesammelt werden ", erzählt Andrea Siebert weiter.

Nachdem nun also in diesem Jahr das Geld für den Einbau zusammen gekommen war, konnten die Handwerker anrücken und die bleiverglasten Fenster wieder einsetzen. Nicht nur zur Freude der Bewohner der Villa Heine. " Das Treppenhaus erstrahlt jetzt in einem ganz anderen Ambiente ", freuen sich alle Beteiligten über ihr Werk.