Rund 1050 Bedürftige haben sich inzwischen bei der Wanzlebener Tafel angemeldet. Wöchentlich kommen drei Neuanmeldungen dazu. Aus diesem Grund ist die Tafel auf viele Spenden angewiesen. Vor allem immer mehr Privatleute engagieren sich und bringen der Tafel des DRK Lebensmittel aber auch Geldspenden. Die Einrichtung konnte sich jetzt aber auch über zwei neue Großspender freuen. " Metro " und " Netto " stellen regelmäßig Lebensmittel für die Pakete zur Verfügung.

Wanzleben. Zahlreiche Spenden gingen in den vergangenen Tagen bei der Wanzlebener Tafel ein. Erst gestern brachten zum Beispiel Martina Rabe und Peggy Marozek im Namen des Heimatvereins Altenweddingen ( rund 100 Mitglieder ) der Wanzlebener Tafel eine deftige Lebensmittelspende, die beim Vereins-Weihnachtsmarkt zusammengekommen war, vorbei. Sie türmten unzählige Kartons voller Würstchen im Lager der Tafel auf. Leiterin Birgit Kaczenski sorgte zeitgleich dafür, dass die frische Ware an die Bedürftigen herausgegeben werden konnte. Sie eilte in Freude um die Würstchen-Spende einigen, die Minuten zuvor schon ihr Lebensmittelpaket abgeholt hatten, auf der Windmühlenbreite hinterher, um ihnen noch eine Bratwurst-Packung mitzugeben. Die Würstchen gingen weg wie warme Semmeln.

Oft Warteschlangen

während der Öffnung

Herzlich Danken möchten die Mitarbeiter der Wanzlebener Tafel des Roten Kreuzes auch Adelheid Hedenius, die durch ihre Spende die Weihnachtsfeier der " Tafel " in diesem Jahr ermöglicht hatte. Bei der Feier in der Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtung

" Tenne " überraschte der Wanzleber Walter Götze das " Tafel " -Team mit einer privaten Spende in Höhe von 500 Euro, die der 80-Jährige jüngst im Rahmen seiner eigenen Geburtstagsfeier gesammelt hatte. Statt Geschenken bat er seine Gäste um eine Spende für die Tafel. Einrichtungsleiterin, Birgit Kaczenski, bedankte sich und versicherte, dass das Geld ausschließlich für Projekte genutzt werde, die den Kindern der Wanzlebener Tafel zugute kommen.

Derzeit sind bei der Tafel 527 Bedarfsgemeinschaften angemeldet. Dahinter verbergen sich rund 1050 Personen, darunter 311 Kinder. Die Tafel, die als Lebensmittelausgabestelle im November 2007 eröffnet hatte, zählte vor zwei Jahren bereits zum Jahresende 184 angemeldete Bedarfsgemeinschaften. 2008 kamen 211 dazu und 2009 nochmals 132. Die hohe Nachfrage hat zur Folge, dass sich während der Öffnungszeiten oft Warteschangen im Flur des Wohnblocks in der Windmühlenbreite, Sitz der Tafel, bilden. Auch die Lagerfläche für Waren, die die Mitarbeiter von gewerblichen und privaten Sponsoren bekommen, ist bis auf den letzten Quadratmeter ausgereizt. Die Tafel braucht dringend eine größere Bleibe.

Diese soll im nächsten Jahr auch kommen. Neuigkeiten zum Stand des Bauvorhabens für die Einrichtung " Soziales Zentrum " im derzeit leerstehenden Wanzleber Bahnhofsgebäude lesen Sie in einer der letzten Ausgaben.

Die Tafel kann neben den vielen Privatspendern inzwischen auch auf große Lebensmittelversorger zählen. " So konnten wir jetzt auch den Großhandel Metro und die Lebensmittelkette Netto als Sponsoren gewinnen ", erklärte Cynthia Brand vom DRK. Der Großhändler Metro spende sogar zweimal die Woche Lebensmittel für die Pakete.

" Gerade jetzt zur Weihnachtszeit sind das gute Nachrichten ", erklärt die Leiterin der Wanzlebener Tafel.

Wer privat etwas spenden möchte, sollte sich vorher beim DRK unter der Rufnummer ( 03 92 09 ) 63 90 melden.

Spenden-Bedarf bleibt weiter sehr hoch

In der nächsten Woche rechnet die Tafel mit einer großen Nachfrage für Lebensmittelpakete. Die Einrichtung ist am Montag von 10 bis 12 Uhr und am Mittwoch von 14 bis 16 Uhr geöffnet. Möglicherweise öffnet die Tafel auch am Heiligabend nocheinmal und gibt Lebensmittelpakete bis 14 Uhr aus. Das hänge aber davon ab, wie viele Spenden noch in den kommenden Tagen eingehen und verteilt werden können.

" Sollten wir Heiligabend öffnen, werden wir das noch rechtzeitig bekannt geben ", erklärt Birgit Kaczenski. Der Bedarf an Unterstützung bleibe weiterhin sehr groß. Immerhin gebe es wöchentlich drei Neuanmeldungen.