Der neue Automatenraum im Anbau der Sparkassenfiliale in Klein Wanzleben wird ab dem heutigen Montag wieder für die Kunden von 6 bis 22 Uhr offen stehen. Statt wie früher über eine Treppe ist der neue Geldautomat jetzt barrierefrei zu erreichen. Neu ist hier auch ein Kontoauszugdrucker. Die Sparkasse investierte nach der Explosion des alten Anbau Ende April dieses Jahren für den Wiederaufbau rund 100 000 Euro.

Klein Wanzleben. Der neue Automatenraum-Anbau der Kreissparkassenfiliale in Klein Wanzleben steht ab heute wieder den Nutzern offen.

Seit dem schweren Einbruch mit einem Gasgemisch, wobei Ende April dieses Jahres fast der gesamte Vorbau explodierte und die Täter mehrere zehntausend Euro erbeuteten, gab es keinen Geldautomaten mehr im Zuckerdorf. Der Anbau musste aus Sicherheitsgründen abgerissen und komplett neu aufgebaut werden. Dazu wurde auch der Keller verfüllt und die Versorgungsleitungen von dort an eine andere Stelle verlegt, erklärt der zuständige Abteilungsleiter für Betriebsorganisation Ulf Denecke. Der Automatenraum befindet sich nun im Parterrebereich und ist somit auch barrierefrei erreichbar. Außerdem ist im Gegensatz zu vorher dort auch ein Kontoauszugdrucker in Betrieb. " Der Umbau, der während des laufenden Betriebes erfolgte, hat auch viel Kraft und Nerven gekostet. Ich danke deshalb besonders unseren drei Mitarbeitern der Filiale ", erklärte Regionalmarktleiter André Fischer. Neun Firmen hatten seit Ende September an der Umsetzung des Bauvorhabens gearbeitet.

" Glücklicherweise ist damals bei der Explosion niemanden etwas passiert ", sagte Denecke. Die Täter hatten mehrere zehntausend Euro erbeutet, die bislang noch nicht wieder aufgetaucht sind. Die Polizei ermittelte zwar gegen einen Verdächtigen, musste ihn aber nach einem Haftprüfungstermin wieder auf freien Fuß setzen. Die Filiale in Klein Wanzleben war bereits dreimal zuvor Ziel von Übergriffen geworden. 1996 hatten Unbekannte versucht die Türen aufzuschweißen, scheiterteten aber am letzten Riegel. Im August 2001 gab es einen Überfall bei dem eine Bargeldsumme von 18 000 Euro erbeutet wurde. Im Januar 2005 erbeuteten zwei bewaffnete Räuber zwanzig Euro, die sie vom Tresen aus zu fassen bekamen.