Wanzleben ( skr ). Die neuen Bushaltestellen-Wartehäuschen in der Rudolf-Breitscheid-Straße und in der Lindenpromenade haben nun neu gestaltete Rückwände. Gezeigt wird ein von Kindern entworfener Sarrestadt-Stadtplan. Die Idee dazu entstand 2006 bei einem Wettbewerb zwischen den Schulen der Stadt im Rahmen des IBA-Projektes, erklärte Bauamtsleiter Olaf Küpper der Volksstimme. Das Rennen machten damals die Drittklässler der Wanzleber Grundschule " An der Burg ". Jeder Schüler hatte einen bestimmten Teilausriss der Stadt auf ein DIN-A 3-Blatt nach seinen Vorstellungen gezeichnet, zum Schluss wurden alle Blätter wie Puzzleteile zusammengesetzt und heraus kam dieser Stadtplan, der heute drei Wanzleber Haltestellen ziert.

Die Trägerplatte wurde nun in Oschersleben gefertigt und mit einer speziellen anti-grafÿ - ti Klebefolie versehen. Insgesamt habe die Gestaltungsmaßnahme für die drei Wartehäuschen rund 2500 Euro gekostet und wurde aus Mitteln der Stadtsanierung ÿ nanziert. Das heißt, dass ein Drittel der Maßnahme durch die Stadt, ein weiteres Drittel durch das Land und ein weiteres Drittel durch den Bund ÿ nanziert wird.

Vor allem die Haltestelle in der Rudolf-Breitscheid-Straße hatte nach dem Neubau im vergangenen Jahr für Diskussionen gesorgt, weil das Wartehäuschen über keine Sitzbank verfügte. Die Stadt, so damals die Diskussion, habe ganz bewusst auf die Sitzgelegenheit sowie auf Seitenscheiben zum Schutz vor Niederschlägen verzichtet, damit der Unterstand nicht als Jugendtreff missbraucht und wie das Wartehäuschen auf der anderen Seite der Straße, in Höhe der Sarre, von Randalierern zerstört wird. Dort steht nämlich nur noch ein Gerippe von dem einstigen Pavillon-Unterstand.

Dennoch wurde jüngst im Bauausschuss des Stadtrates darüber diskutiert, ob vor allem für die älteren Nutzer der Busverbindung nicht doch eine Sitzgelegenheit angebracht wäre und so kam man zu dem Entschluss : Die Sitzbank wird an der Haltestelle Breitscheidstraße nun doch nachträglich installiert.

" Wir werden eine Bank ersteinmal installieren und die Situation beobachten. Sollte das nicht gut gehen, müssen wir anders überlegen ", erklärte Bürgermeisterin Petra Hort gegenüber der Volksstimme. Insgesamt sollen sich die Kosten für den Einbau einer Sitzbank auf rund 200 Euro belaufen.