Oschersleben ( mm ). Im Matthias-Claudius-Haus

Oschersleben im Neubrandslebener Weg wird am Donnerstag, 22. Oktober, um 19 Uhr das Werkstattgespräch veranstaltet. Thema ist aus Anlass des 20. Jahrestags des Mauerfalls die Staatssicherheit in der DDR. Das Thema lautet " Stasi früher und heute – War doch alles nicht so schlimm ?". Als Referent kommt Konrad Felber, seit 1998 Leiter der Dresdner Außenstelle der Bundesbeauftragten für Stasi-Unterlagen ( BStU ), nach Oschersleben.

Moderiert wird das Werkstattgespräch von Frieder Weigmann, Pressesprecher des Diakonischen Werkes in Mitteldeutschland. Der Eintritt für alle interessierten Bürger ist frei.

Im großen Saal des Matthias-Claudius-Hauses im Neubrandslebener Weg wird vom 21. bis 28. Oktober außerdem die Wanderausstellung der BStU " Zwischen Aufbegehren und Anpassen – Jugend in der DDR " gezeigt. Die Ausstellung mit Fotos und Dokumenten aus den Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der DDR zeigt, dass der SEDStaat von den Jugendlichen vor allem Anpassung verlangte. Das galt für die politische Meinung, den Musikgeschmack und die Länge der Haare. Doch allen Repressionen und Überwachungen zum Trotz gelang es der SED nicht, jugendliches Aufbegehren und das Entstehen oppositioneller Gruppen vollständig zu verhindern.

Die Organisatoren Michael Lange ( Matthias-Claudius-Haus-Stiftung ), Friedrich von Biela ( Kirchengemeinde St. Nicolai ) und Mathias Müller ( Volksstimme ) freuen sich über eine rege Teilnahme und laden auch Schulklassen ein, Ausstellung und Gespräch zu besuchen.