Hadmersleben. Die katholische Kirchengemeinde Hadmersleben hat einen sehr gepflegten Friedhof. Dafür sorgen nicht zuletzt auch Lothar und Rita Pinkle. Seit Jahren pflegen sie völlig ehrenamtlich das Areal. " Darüber sind wir sehr froh und dankbar ", sagt Ursula Brauner von der katholischen Kirchengemeinde. Um so ärgerlich ist die Tatsache, dass seit Wochen festgestellt wird, dass die Fläche, auf der alte Blumensträuße und Grabbepflanzungen entsorgt werden können, scheinbar von einigen Hadmerslebern als öffentlicher Komposthaufen benutzt wird. " Wir stellen immer wieder fest, dass auf dem Kompost Dinge landen, die garantiert nicht von den Gräbern stammen. Das war im vergangenen Jahr bereits der Fall, beispielsweise landeten Kartoffeln im Kompost. Und in diesem Jahr ist es nicht anders oder mit Änderung der Brennordnung sogar noch schlimmer. Los ging es vor Wochen mit abgeschnittenen Aprikosenzweigen. Jetzt liegen hier Reste von Dahlienbüschen, Blätter von Taglilien und Ziergräsern ", berichten Ursula Brauner und Lothar Pinkle verärgert.

In Säcken " angeliefert "

Und es sind nicht mal geringe Mengen, die da " angeliefert " werden. Die Gartenabfälle werden sogar in blauen Säcken zum Friedhof gebracht und dort im vorgesehenen Behälter für Plasteabfälle entsorgt. Gleich mehrere Säcke wurden in jüngster Vergangenheit dort gefunden. " Das Maß ist jetzt voll. Das geht nun wirklich zu weit. Der Friedhof ist eine private Fläche. Wir kippen doch unsere Gartenabfälle auch nicht anderen Leuten vor die Tür ", ärgert sich Ursula Brauner. Sie und vor allem die Kirchengemeinde, die letztendlich die Kosten für die Unterhaltung des Friedhofes und auch für die Entsorgung des Kompostes trägt, will sich die Tatsache, dass einige freche Hadmersleber ihre Gartenabfälle auf dem Friedhof entsorgen nicht länger bieten lassen. Ursula Brauner hat die Polizei und auch das Ordnungsamt der Verwaltungsgemeinschaft Oschersleben eingeschaltet. Andererseits sind auch die Bürger aufgerufen, ihre Augen offen zu halten