Wer fleißige Handwerker sehen möchte, ist derzeit in der oberen Etage des Klein Wanzleber Rathauses richtig. Hier gestalten Maler eines Bernburger Unternehmens Räume um, die schon bald als Museum genutzt werden sollen. In dem Museum soll der Zucker eine bedeutende Rolle spielen.

Klein Wanzleben. Noch stehen zwei ehemalige Büroräume in der oberen Etage des Rathauses in Klein Wanzleben leer und auch auf der Galerie herrscht noch viel Bewegungsfreiheit. Doch das soll schon bald anders sein, wie Klein Wanzlebens Bürgermeister Horst Flügel ankündigt. Ein kleines Museum, das die Geschichte des Zuckers in Klein Wanzleben darstellen soll, wird hier künftig sein Domizil finden. " Einen richtigen Namen für das Museum haben wir noch nicht ", so Flügel.

Dennoch : Material ist schon reichlich vorhanden. Es stammt aus den Beständen der ehemaligen Rindermast und von der KWS-Zuchtstation, aber auch von Privatleuten. Vor einiger Zeit haben ABMKräfte die vielen Dokumente bereits gesichtet und sortiert, so dass die Einrichtung des Museums dann unter anderem auf diesem Grundstock erfolgen kann. Sehr unterstützt hat das Vorhaben auch Dr. Wolfgang Joachim, Leiter der KWS-Zuchtstation in Klein Wanzleben. Nicht nur dass er sehr viel Material über sein Unternehmen zur Verfügung stellt, sondern auch einige finanziellen Mittel sind aus dieser Richtung geflossen. Insgesamt schätzt Horst Flügel die Investition für das Museum, das zum Ende dieses Jahres fertig sein soll, auf etwa 20 000 Euro.

Bereits seit drei bis vier Jahren geistert die Museumsidee in Klein Wanzleben herum, jetzt soll sie in die Realität umgesetzt werden. Gegenwärtig bereiten die Handwerker wie Maler und Elektriker die Museumsräume vor, ehe es im kommenden Monat an die Gestaltung geht. Das grobe Konzept steht bereits. In der Galerie soll ein Zeitstrahl angebracht werden, der die Geschichte des Zuckers in Klein Wanzleben darstellt. In Vitrinen sollen dazu verschiedene Bilder und Exponate rund um den Zucker ausgestellt werden. In einem Raum steht die Geschichte der KWS im Mittelpunk, in dem anderen die Geschichte des Dorfes. Eine Ecke soll sich zudem noch finden, in der die Geschichte der örtlichen Vereine beleuchtet werden soll. Auch der Balkon soll mitgenutzt werden, hier soll einmal ein Wanzleber Pflug stehen.

" Wir wollen mit dem Museum zum einen Traditionen pflegen und zum anderen auch unseren Namen ‚ Zuckerdorf ‘ untersetzen ", erklärt Horst Flügel, der sich freut, dass das neue Museum aufgrund seines Standortes im Rathaus täglich Besuchern zugänglich gemacht werden kann.

Die Gemeinde kann bereits auf ein Schulmuseum verweisen, das in der Schule untergebracht ist und in dem Besucher sich an den Schulalltag von früher erinnern können.