Neuenhofe. Das angestrebte Ziel von 500 Tieren wurde zwar bei der Premiere der Börde-Ohrekreisschau in Neuenhofe am Wochenende nicht erreicht. Und doch zeigten sich die Veranstalter zufrieden. 77 Züchter aus dem gesamten Landkreis Börde hatten ihr Zuchtmaterial präsentiert und von Preisrichtern sowie Besuchern viele gute Noten bekommen.

67 Altzüchter und zehn Jugendzüchter aus dem gesamten Landkreis Börde hatten im Vorfeld der ersten Börde-Ohrekreisschau ihr Zuchtmaterial gesichtet und die besten Tiere ausgewählt, um sie zuerst den Preisrichtern und anschließend dem interessierten Publikum vorzustellen. Insgesamt waren 417 Langohren in verschiedenen Rassen und Farbenschlägen in die Käfige eingezogen, 42 von ihnen waren durch Jugendzüchter herangezogen worden.

Martin Stichnoth als Vorsitzender des Kreisverbandes der Rassekaninchenzüchter Börde-Ohrekreis, der die Ausstellungsleitung übernommen hatte, sprach bei der Premiere von einer noch größeren Rassenvielfalt als bei den bisherigen Ausstellungen in der Reithalle Pätz. Bereits zum elften Mal stellten die Kaninchenzüchter hier aus. Vor der Vereinigung der Verbände des alten Bördeund des alten Ohrekreises war der Ohrekreisverband hier Ausrichter. Die Bandbreite reichte vom Deutschen Riesen und Deutschen Widder über Blaue Wiener und Marburger Feh bis hin zum Farbenzwerg und Dalmatiner-Rex.

Die gute Qualität der Kaninchen war daran zu erkennen, dass die Preisrichter kritisch bewertet hatten und dennoch viele hohe Punktzahlen vergaben. Zahlreiche vorzügliche ( v ) und hervorragende ( hv ) Tiere waren im Katalog zu finden. Das beste Ergebnis aber konnte diesmal Günter Wendlandt vom Verein G 24 aus Barleben einfahren. Seine Sammlung von vier Tieren der Rasse Hermelin Rotauge brachte es auf 388 Punkte und erzielte so das beste Ergebnis der Schau. Für die " Beste Gesamtleistung der Schau " darf sich der Züchter nun mit dem Pokal des Landrates Thomas Webel schmücken.

Die Vertreter aus der Politik, für die Landrat Thomas Webel als Schirmherr der Schau stellvertretend das Wort übernahm, lobten die gute Nachwuchsarbeit in den Vereinen. Ein Beweis dafür, dass die Jugend die Hinweise der älteren Generationen umsetzt, sind die guten Ergebnisse, die sie mit ihren Tieren erzielten. So hatte Sandra Braumann vom Verein G 817 aus Angern mit 387 Punkten, die sie für ihre Lohkaninchen-Sammlung erhielt, nur einen Punkt weniger als der beste Altzüchter. Zahlreiche Ehrenpreise waren der Lohn, zudem bekam sie den Pokal des Bürgermeisters der Stadt Wolmirstedt, Dr. Hans-Jürgen Zander als " Beste Jugendzüchterin ". Margarete Käsdorf von der Handarbeits- und Kreativgruppe G 4 aus Haldensleben konnte sich über den Kreismeister-Titel in der Sparte " Erzeugnisse " freuen. Ihre fünf Puppen, für die sie Kleidung aus Kaninchenfell genäht hatte, bekamen 97, 5 Punkte und damit den Pokal des Bürgermeisters der Stadt Haldensleben, Norbert Eichler.

Damit ist der Auftakt der Schausaison gelungen, in den nächsten Wochen folgen zahlreiche Vereinsschauen. Und nebenbei haben die Züchter auch schon einen Blick auf das erste Septemberwochenende 2010. Dann soll die Jungtierschau des Landesverbandes Sachsen-Anhalt mit etwa 1300 Tieren in Neuenhofe stattfinden.