Klein Wanzleben ( car ). In Klein Wanzleben will man, nachdem sich die Gemeinde gegen die Eingliederung in die Einheitsgemeinde entschieden hat, weiterkämpfen. " Der Rat ist mit seiner Entscheidung dem Bürgerwillen gefolgt und wir werden auch in der Zukunft dafür einstehen ", machte Bürgermeister Horst Flügel in einem Volksstimme-Gespräch deutlich. Auch der neue Gemeinderat trage es mit, dass die Gemeinde so lange es geht, selbständig bleibt.

Unterdessen hat die Landesregierung einen Gesetzesentwurf vorgelegt, der vorsieht, dass Klein Wanzleben zum 1. Januar 2011 der Einheitsgemeinde zuzuordnen. Aufgrund dessen sollen die Bürger nun wieder einmal zu einer Bürgeranhörung eingeladen werden. Termin wäre der 29. November dieses Jahres. " Ich habe gegen diese Bürgeranhörung Widerspruch eingelegt ", erklärte Flügel weiter. Er verstehe nicht, warum der Bürger noch einmal gefragt werden sollte, wenn er schon einmal " Nein " gesagt hat. " Was passiert denn, wenn die Bürger wieder ‚ Nein ‘ sagen ?" fragt sich Flügel.

Die Gemeinde boykottiert die Bürgeranhörung und hat deshalb auch keine Aushänge in den Schaukästen der Gemeinde angebracht. Am Sonntag wurde der Anhörungstermin im Amtsblatt veröffentlicht, nach Meinung von Horst Flügel aber zu spät. Acht Wochen vor der Veranstaltung müsse informiert werden. " Wir werden auch die Räumlichkeiten der Gemeinde nicht für eine Bürgeranhörung an diesem Tag zur Verfügung stellen ", kündigte er an und schüttelte angesichts der Wortlaute in den Anordnungen der Landesregierung den Kopf. " Mit Akribie wird die Demokratie mit Füßen getreten ", sagt er.

In seiner Sitzung am 9. November wird sich der Gemeinderat mit dem weiteren Vorgehen der Gemeinde in dieser Sache befassen. Außerdem will die Volksinitiative am kommenden Sonnabend in Angersdorf einen Gesetzentwurf vorlegen. " Dann werden wir sehen, wie es weitergeht, es ist aber abzusehen, dass unsere Gemeinde gegen des Gesetz der Landesregierung klagen wird ", so Flügel.