Oschersleben. In der OschersleberMatthias-Claudius-Haus-Stiftung im Neubrandslebener Weg eröffnete gestern Nachmittag Michael Lange, Geschäftsführer der kirchlichen Einrichtung, die Wanderausstellung " Zwischen Aufbegehren und Anpassen – Jugend in der DDR ". Die Ausstellung ist auf Anregung der Bundesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR entstanden. Sie zeigt Fotos und Dokumente zur DDR-Jugend aus den Unterlagen der Stasi.

Gäste gestern Nachmittag waren neben Beschäftigten und Betreuern der Werkstatt für Behinderte auch Schüler der Berufsbildenden Schulen des Landkreises Börde. Die jungen Leute des ersten Lehrjahrs der Berufsfachschule Hauswirtschaft an der Oschersleber Europaschule besuchten die Ausstellungseröffnung zusammen mit Heiko Sauermilch, Praxislehrer Küche. Für die Jugend von heute, die die DDR nur aus Geschichtsbüchern und Erzählungen ihrer Eltern kennt, ist die Ausstellung eine gute Gelegenheit kennenzulernen, wie Gleichaltrige in einem Gesellschaftssystem mit völlig anderen Wertmaßstäben aufwuchsen.

Die Ausstellung über die Jugend in der DDR ist in der Claudius-Haus-Stiftung bis zum 28. Oktober von 8 bis 16 Uhr zu sehen. Heute kann sie zudem ab 18 Uhr vor und nach dem Oschersleber Werkstattgespräch zum Thema " Stasi früher und heute – War doch alles nicht so schlimm ?" besichtigt werden. Das Werkstattgespräch beginnt heute um 19 Uhr, Referent ist Konrad Felber, Leiter der Außenstelle Dresden der Bundesbeauftragten für die Stasiunterlagen. Nach seinem Vortrag zum Wirken der Stasi auch im Kreis Oschersleben können die Besucher Felber Fragen stellen. Der Eintritt zum Werkstattgespräch und zur Ausstellung ist frei.