Seehausen ( vst ). Kürzlich feierte Klaus-Peter Rennau, der nicht nur im Bördekreis bekannt ist, seinen 60. Geburtstag. Dazu hatte er viele, die ihn auf seinen Lebensweg irgendwann begleiteten, eingeladen und fast alle kamen. So folgten neben der Familie, ehemalige Schulfreunde, Schüler, Kollegen aus Schulen an denen er arbeitete, Sportler und viele Sportlehrer seiner Einladung. Jede Gruppe hatte sich etwas ausgedacht, so wie er in all den Jahren für andere es machte. Außerdem überraschten sie ihn mit vielen Geschenken. So traten seine ehemaligen Studienkolleginnen als Hexen auf, der Tutor als Teufel begleitete sie auf dem Akkordeon zum Hexenlied und überreichte einen Reisegutschein für einen Aufenthalt im Harz. So wird diese Feier für alle, aber besonders für das Geburtstagkind, ein bleibendes Ereignis sein.

Schon als junger Schüler hatte sich Klaus-Peter Rennau dem Sport verschrieben und auch Erfolge auf Bezirksebene im Tischtennis, Gerätturnen und in der Leichtathletik. Dabei spielte der Fußball bis zu seinem gesundheitlichen Ausscheiden die dominierende Rolle. Als 17-Jähriger spielte er bereits in der ersten Herrenmannschaft und trainierte sie auch. Da er sein Hobby, den Sport, zum Beruf gemacht hatte, vermittelte er nicht nur als Sportlehrer, sondern auch als Trainer seine Liebe dem Nachwuchs. In den letzten Dienstjahren war er neben seiner Unterrichtsarbeit auch als Sportkoordinator tätig und organisierte unter anderem die Schulwettbewerbe " Jugend trainiert für Olympia ". Noch heute spielt er in der ersten Seehäuser Tischtennismannschaft in der Bezirksliga erfolgreich und wurde in seiner Seniorenklasse unter anderem auch Landesmeister.

Neben den eigenen sportlichen Aktivitäten und der Übungsleitertätigkeit war und ist er auch ehrenamtlich tätig. Über Jahrzehnte arbeitete Klaus-Peter Rennau im Vorstand des Kreissportbundes und des SV Seehausen sowie ihren Vorgängern aktiv mit. Durch das Stellen von Förderanträgen und die sehr gute Zusammenarbeit mit Sponsoren, ist die materiell-technische Basis der Sektion Tischtennis sehr gut aufgestellt.

Für seine engagierte Arbeit wurde er bereits oft geehrt. An diesem Abend wurde seine Sammlung erweitert, so wurde er jüngstes Ehrenmitglied des SV Seehausen, erhielt die silberne Ehrennadel des Leichtathletik-Verbandes und die Sportehrengabe des Landrates. Auch als ehemaliges Stadtratsmitglied engagierte er sich im Kulturbereich und setzte sich für die Wiedererstehung des Schützenvereins und des Chores in Seehausen mit ein. In dieser Eigenschaft setzte er sich auch für den Erhalt der Seehäuser Sekundarschule ein, erhielt aber vom Arbeitgeber ( Land Sachsen-Anhalt ) Handlungsverbot. Durch diese Entscheidung und weitere Ungereimtheiten, die seinem ehrlichen Naturell zuwider waren, kandidierte er für Stadtrat nicht wieder.

Diese einmalige Sportdominanz war nur durch die Unterstützung seiner Frau, die sehr viel Verständnis aufbrachte, möglich. Durch den großen Zusammenhalt in der Familie und seine positive Lebensphilosophie war es ihm auch möglich, einen schweren Schicksalsschlag zu verarbeiten. Sein ganzer Stolz ist auch seine Tochter Stefanie, die sich nun nicht nur in der dritten Generation dem Tischtennis verschrieben hat, sondern sich auch bereits ehrenamtlich betätigt.

Der Wunsch aller seiner Freunde und Familienangehörigen ist, dass Klaus-Peter Rennau gesundheitlich fit bleibt, damit er noch viele Jahre als Rentner für seine Familie und dem Sport wie bisher tätig sein kann.