Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Wanzleben haben in der Kita " Sarrezwerge " in den vergangenen Wochen 55 Rauchmelder installiert, um für mehr Brandschutzsicherheit in der Einrichtung zu sorgen. Die Installation erfolgte im Rahmen der Aktion " Rauchmelder retten Leben !" Brandschutzerzieherin Andrea Drebenstedt zeigte den Kinder an Hand eines Puppenhauses, wie wichtig Rauchmelder sein können und wie sie funktionieren.

Wanzleben. In der Kindertagesstätte " Sarrezwerge " können ab sofort im Ernstfall 55 Rauchmelder Alarm schlagen, wenn es in einem der Räume brenzlig werden sollte. Möglich machte dies der Förderverein der Wanzleber Feuerwehr, der gemeinsam mit der Stadt die Geräte im Rahmen der Gemeinschaftsaktion von Innenministerium und der ÖSA " Rauchmelder retten Leben !" kostengünstig anschaffen konnten. Kameraden der Wehr bauten die Geräte ein und gestern feierten die Sarrezwerge den Abschluss der Installationsarbeiten mit einem Aktionstag. Um die Kinder altersgerecht auf das Thema einzustimmen, brachte Brandschutzerzieherin Andrea Drebenstedt ein extra dafür von ihr und weiteren Kamerdaden der Freiwilligen Feuerwehr Hohendodendeleben angefertigtes Puppenhaus mit. Anhand dieses Modells wird den Kindern gezeigt, wie wichtig es ist, dass jeder Raum mit einem eigenen Rauchmelder ausgestattet ist. Das selbstgebaute Haus macht es möglich die Rauchentwicklung bei einem Brand innerhalb der geschlossenen Räumlichkeiten zu beobachten, bis dort die Rauchmelder anspringen.

Wie das ganze Rauchmelder-System in der Realität funktioniert, soll noch bei einer Übung getestet werden. Gestern sah sich Feuerwehrabschnittsleiter Kai Pluntke nocheinmal die Bauunterlagen an und prüfte, ob alle Räume tatsächlich auch mit Rauchmelder versorgt sind. " Wir haben Einzel- aber auch Funkrauchmelder installiert ", erklärt er. Er bemängelte, dass es in Deutschland noch keine gesetzliche Pflicht für Rauchmelder gibt und hätte in der Kindertagesstätte auch lieber eine automatische Brandmeldeanlage gesehen. Im Gegensatz zur jetzigen Technik, mit der die Kinder und Erzieher nur durch einen akkustischen Alarm vor Rauch gewarnt werden würden, würde mit einer solchen Meldeanlage wie Pluntke sie meint, auch automatisch die Feuerwehr alarmiert werden. " Eine solche Anlage würde dann aber gleich mehrere tausend Euro kosten und dafür hat die Gemeinde kein Geld ", sagt Kai Pluntke. Und so freut sich Kita-Leiterin Birgit Kottisch auch so über das Installationsteam der Feuerwehr sowie über die Rauchmelderspende des Fördervereins : " Wir fühlen uns damit ein Stück sicherer. " Eric Peter, Vorsitzender des Fördervereins der Wanzleber Feuerwehr erklärte : " Wir wollen mit solchen und anderen Aktionen den Brandschutz in der Stadt weiter ausbauen. " Kai Pluntke kündigte an, dass für die Domersleber Kita ebenfalls schon Rauchmelder gekauft worden sind. Die Kameraden der örtlichen Wehr müssen diese aber noch installieren.