Von Mathias Müller

Wie vor 20 Jahren wollen sich die Oschersleber am 30. Oktober um 18 Uhr in der Kirche St. Marien treffen, um an die friedliche Revolution in der DDR zu erinnern. Aus diesem ersten ökumenischen Friedensgebet entwickelte sich auch in Oschersleben ein Sturm, der schließlich die Machthaber im " Kremel " in der Thälmannstraße und in der Stasi-Kreisdienststelle in der Breitscheidstraße hinweg fegte. Ohne ihnen körperlich ein Leid anzutun. Ganz im Sinne der Demonstranten-Rufe " Keine Gewalt !" in Leipzig oder Dresden, die von den DDR-Sicherheitsorganen tragischer Weise nicht immer erhört wurden. In Oschersleben jedenfalls gingen die Demonstrationen ohne Gewalt ab. Bestimmt auch deshalb, weil die friedliche Revolution in der DDR bereits durch die Aufmärsche in den Großstädten nicht mehr aufzuhalten war.