Seehausen ( skr ). Dass die Ernte auf dem Bördeboden meist besonders gut ausfällt, ist hinlänglich bekannt. Erst beim jüngsten Kartoffelfest in Klein Rodensleben am vergangenen Wochenende haben es die kiloschweren Geschosse, darunter auch eine 8, 1 Kilogramm schwere Futterrübe, auf die Rekordernte-Wettbewerbs-Waage geschafft. Edgar Kiesel aus Seehausen berichtet stolz : " Ich habe jetzt sogar eine 9, 6 Kilogramm schwere Futterrübe ernten können. " Die Saat dazu hatte er geschenkt bekommen. Mit ein bisschen Komposterde, allerdings ohne zusätzlichen Dünger, wie Kiesel betont, wuchs die Rübe auf Rekord-Maße im Bördeboden heran. Übrigens war bei der geschenkten Saat im Frühjahr auch die für eine einzelne Zuckerrübe dabei. Sie wog jetzt bei Kiesels Ernte 4, 3 Kilogramm. Die Riesen-R üben sollen nun an die Hühner verfüttert werden. Für diesen Zweck hatte der Seehäuser Rentner die Futterrüben schließlich auch in den Boden gebracht.

Der fruchtbare Bördeboden hielt für den Seehäuser aber noch eine Überraschung parat : Sein vor drei Jahren gepflanzter Kirschbaum trägt in diesem Jahr gleich zweimal. " Meine Enkeltochter Sarah konnte schon im Sommer vom Baum Sauerkirschen naschen. Mit Erstaunen haben wir festgestellt, dass der Baum dann nochmals Ende August / Anfang September in voller Blüte stand. Jetzt sind bereits kleine grüne Früchte herangereift, die aber wegen der fehlenden Sonnenstunden und der Kälte nicht mehr heranwachsen können. Die Börde hält für mich in meinem Garten eben immer wieder Ernte-Überraschungen bereit ", freut sich der 68-jährige Edgar Kiesel.