Die Bemühungen Seehausens um den Aufbau einer Jugendfeuerwehr haben Früchte getragen. Seit dem Frühjahr dieses Jahres haben sich um Jugendwehrleiter Hans-Jörg Kasten neun Mädchen und Jungen als Nachwuchsbrandbekämpfer zusammen gefunden. Am Wochenende erhielt das Jugendwehr-Team einen Transporter, mit dem sie nun zu Wettkämpfen sowie Sport- und Spielangeboten ausrücken können.

Seehausen. Mit ein wenig Stolz übergibt Seehausens Bürgermeister Eckhard Jockisch symbolisch die Autoschlüssel an seinen Wehrleiter Hans-Werner Rudloff. Schließlich können sich beide noch an die letzte Jahreshauptversammlung der Feuerwehr erinnern, als die traurige Bilanz gezogen wurde, dass Seehausen keine Jugendwehr mehr hat. Seit dem ist eine Menge geschehen. Die Kameraden gingen auf Werbetour und konnten schließlich seit dem Frühjahr neun Mädchen und Jungen für das spannende Hobby gewinnen. Jugendwehrleiter Hans-Jörg Kasten und seine Stellvertreterin Manuela Graßhoff haben inzwischen alle Hände voll zu tun. Die Jugendwehr trifft sich jeden zweiten Samstag in der Zeit zwischen 10 und 12 Uhr im Gerätehaus. Interessenten sind hier auch weiter jederzeit willkommen. Nun ist ein weiterer Meilenstein in der Jugendarbeit erreicht worden. Die Wehr verfügt endlich über einen Transporter, mit dem nicht nur zu kleineren Einsätzen ausgerückt werden kann, sondern die Mädchen und Jungen auch zu Wettkämpfen oder anderen Sportveranstaltungen fahren können. " Der Mannschaftstransportwagen ist gerade für die Jugendwehr mit den zahlreichen Auswärtsveranstaltungen von großer Bedeutung ", erklärt Wehrleiter Rudloff.

Dem Leiter des Fördervereins der Freiwilligen Feuerwehr Seehausen, Marco Wartenberg, ist es zu verdanken, dass die Wehr schnell und preisgünstig an ein solches Fahrzeug gekommen ist. Der Polizeiobermeister erfuhr von der Vergabe alter Fahrzeuge durch das Innenministerium. Er stellte für die Wehr einen Antrag, die im September den positiven Bescheid erhielt. Der VW-Bus war zuvor als Fahrzeug bei der Polizeidirektion Nord im Einsatz. Der Kaufpreis für den Transporter in Höhe von 1700 Euro kam aus Spenden von Privatpersonen zusammen. Einen Teil der Kosten trug auch die Gemeinde. " Bevor der neue Einsatzwagen in Betrieb genommen werden konnte, musste noch die Farbe von grün-weiß in rot-weiß geändert werden. Außerdem waren kleinere Reparaturen nötig, die Joachim Hartleib vom gleichnamigen Autohaus übernommen hat ", erklärte Jockisch. Wenn in naher Zukunft auch noch das neue LF 10 / 6 geliefert werde, sei die Wehr ( 29 aktive Kameraden ) sehr gut aufgestellt, bestätigt der Ortschef. " Dann haben wir in den letzten zehn Jahren das erreicht, wovon wir damals gar nicht zu träumen gewagt haben ", meint er.