Die Sperrung der Ringstraße ( L 24 ) könnte nach Ansicht von Seehausens Bürgermeister Eckhard Jockisch zum Nerventest für Anwohner an der Umleitungsstrecke werden. Bei einem Vororttermin gestern Nachmittag mit allen beteiligten Ämtern brachte der Ortschef seine Bedenken zum Ausdruck. Da die Busse quer durch die Stadt geleitet werden, fürchtet er, dass Lkw-Fahrer sich dem anschließen. Dabei sollen Brummis in Richtung Oschersleben über die August-Bebel-Straße und Am See an der Stadt vorbeigeleitet werden.

Seehausen. Halteverbotsschilder in den von der Umleitung der Busse betroffenen Straßen und der befürchtete illegale " Schleichverkehr " von Brummis quer durch die Stadt könnten die Seehäuser auf eine lange Geduldsprobe bis einschließlich 30. Oktober stellen. Das zumindest befürchtete Seehausens Bürgermeister Eckhard Jockisch gestern bei einem Vororttermin mit dem Ordnungsamt, dem Bauamt, der Feuerwehr, dem Straßenverkehrsamt und der Polizei. Grund der Umleitung sind die Straßenbauarbeiten in der Ringstraße ( L 24 ) – ab Höhe Hopfengarten in Richtung Oschersleben bis Höhe Autohaus, die als Vorbereitung für den Neubau des Kreisverkehres Ringstraße / Wanzleber Straße / Dreilebener Straße dienen. Weder Jörg Trnka von der KVG Bördebus mbH noch Bauamtsleiter Olaf Küpper teilen die Befürchtung, dass die Lkw in Richtung Oschersleben durch den Ort rollen. Für die Lkw sei folgende Strecke aus Richtung Siegersleben kommend in Richtung Oschersleben klar ausgeschildert : August-Bebel-Straße, Am See und anschließend werden die Fahrzeuge auf die L 24 geleitet. Ab der Bebelstraße / Am See regelt eine Ampel den Verkehr. " Fahrzeuge die aus Richtung Siegersleben nach Wanzleben und umgekehrt fahren, kommen innerorts ganz normal über die B 246 a weiter ", erklärt Bauamtsleiter Olaf Küpper. Für den Busverkehr gilt ab Montag folgende Umleitung : Nußbaumstraße, Ernst-Thälmann-Straße, Marktplatz, Steinstraße bis zum künftigen Kreisverkehr an der B 246 a. Die Busse fahren dann in Richtung Ersatzhaltestelle " Am Grauen Tor ". Trnka : " Auf der Strecke werden Halteverbotsschilder aufgestellt und zu Begegnungsverkehr dürfte es hier nicht kommen. " Bürgermeister Jockisch forderte dennoch Polizei-Kontrollen, damit die Lkw nicht die Route durch die Stadt nehmen und den Bussen durch die engen Straße folgen.