" Deutschland braucht eine Veränderung ", waren sich die Oschersleber Madline Behns und ihre Mutter Britta einig, die gemeinsam ins Wahllokal in die Puschkinstraße gekommen waren. Madline hat zum ersten Mal bei einer Bundestagswahl ihre Stimme abgegeben. Sie ist genau 18 Jahre alt. Ihr Wunsch : " Dass endlich mal gehalten wird, was die Politiker versprechen. " Unter anderem schaut sie mit Bangen auf die jetzt festgelegte Rente mit 67. " Solange möchte ich nicht arbeiten. " Und ihrer Mutter liegt am Herzen : " Nach 20 Jahren sollten endlich die Löhne angeglichen werden. " ( mg )

Wie ein Wahlvorsteher sieht Friedrich Rabe in dieser Aufmachung sicher nicht aus. Mit seinem Riesen-Schneidbrett, etlichen Messern und einer Riesen-Pfeffermühle könnte der Altenweddinger glatt als Koch durchgehen. Für die anderen Wahlhelfer hingegen ist das " Körbchen " von Friedrich Rabe ein untrügliches Indiz dafür, dass es nach dem Auszählen der Stimmen noch etwas Leckeres zu essen gibt. Bei über 1200 Stimmen, die auszuzählen waren, haben sich die Männer und Frauen das Essen wahrlich verdient.

( yhe ).

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Zum ersten Mal durften Dimitri Liske ( 21 ) und Maria Gepner ( 20 ) aus Oschersleben von ihrem Wahlrecht bei einer Bundestagswahl Gebrauch machen. " Mir ist besonders wichtig, dass es eine kostenlose Ausbildung gibt und Bildung im Allgemeinen ", sagt Dimitri, der in Braunschweig Maschinenbau studiert. ( mg )