" Ein Volks- und Schützenfest in dieser Größenordnung hatten wir schon lange nicht mehr. " Das sagte der Gröninger Schützenvereinschef Siegfried Bartschte beim Frühschoppen, mit dem drei tolle Tage endeten.

Gröningen. Bereits am Auftaktabend des Wochenendes zog es zahlreiche Besucher zur Disco mit Fabian Stankewitz in das Festzelt, die hier buchstäblich bis in die frühen Morgenstunden die Post abgehen ließen.

Der folgende Tag stand voll und ganz im Zeichen von Treffsicherheit und scharfem Blick, denn hier zielten nicht nur die Gröninger Schützen auf ihre schwarz-weißen Scheiben, sondern auch zahlreiche Einwohner aus der Stadt und den Ortsteilen. Während sich Klaus-Peter Bartschte und Brigitte Bartschte den Titel zum Schützenkönigspaar 2009 erschossen, gelang Patrick Böggel die Auszeichnung zum Jungschützenkönig. Einen spannenden Wettkampf lieferten sich die Frauen und Männer beim Ausschießen um den Volksschützenkönig, denn Dietmar Kinzel erschoss sich diesen Titel knapp vor Melanie Stickel und Torsten Oelgarte. " Den Sponsorenpokal erhielt Landwirt Henning Wiersdorff ", erklärte Siegfried Bartschte weiter und verwies in diesem Zusammenhang auf eine Tradition, die der Verein bereits seit 1992 erfolgreich pflegt. Auch die Vereine der Stadt Gröningen bewiesen mit reger Teilnahme ihr Können auf dem Schießstand, denn hier traten Feuerwehr, Jägerschaft, Sport- und Kleingartenverein sowie Angler, Tischtennisspieler, Karneval- und Gefl ügelverein in Mannschaften an. Die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Kloster Gröningen freuten sich hierbei über ihren Sieg und nahmen freudestrahlend den Pokal entgegen. Den zweiten Platz errangen die Kameraden der Gröninger Wehr, gefolgt von der Jägerschaft. " Im Rahmen der Jubiläumsfeierlichkeiten der Stadt Gröningen gab es erstmals einen 1075 Meter-Lauf, der mit einer Reihe von kleinen und großem Läufern untermalt wurde ", berichtete Siegfried Bartschte weiter.

Den Höhepunkt der Festlichkeiten bildete der große Schützenumzug. Hauptmann Michael Berg, der vertretungsweise für den sonst amtierenden Klaus-Peter Bartschte einsprang, sorgte mit seinen Befehlen für die nötige Ordnung während des Umzuges durch Gröningen. Hier präsentierten sich die insgesamt 60 Gröninger Schützen zusammen mit ihren Gastschützenvereinen, Mitgliedern ortsansässiger Vereine, der Feuerwehr und zahlreichem Fußvolk, um die königlichen Majestäten abzuholen. Es unterstützen nicht nur die Frauen und Männer der Barneberger Schalmeinkapelle, sondern auch die Männer der Abteilung Vorderlader vom Gröninger Schützenverein, die hier in ihrer historischen Tracht einen wahren Donnerregen als Schwarzpulverschützen verursachten. Für die insgesamt 15 Männer im Alter von 18 bis 65 Jahren ist die Kunst des Schwarzpulverschießens schon seit 1994 eine nicht mehr wegzudenkende Schützentradition im Gröninger Verein.

" Wir haben auch Schützen aus unserem Partnerverein Halberstadt dabei und ergänzen uns mit unterschiedlicher historischer Kleidung, die hier an den amerikanischen Bürgerkrieg der Nord- und Südstaaten erinnert ", berichtete der Leiter der Gruppe Peter Schmidt und verwies auf die Zeitepoche von 1800 bis 1900. Der Gröninger beschäftigt sich schon lange Zeit mit der Kunst des Schwarzpulverschießens, setzte sich intensiv damit auseinander und begeistert mit seinen Männern zahlreiche Schützenfeste auf Kreisebene.

" Wir haben in diesem Jahr einige Dinge anders gemacht, haben unser Konzept umgestellt und können auf wirklich gelungene Tage zurückblicken ", freute sich Siegfried Bartschte und blickte auf das volle Festzelt. Nach dem großen, bis in den Morgen andauernden Schützenball am Vorabend, wurde bereits beim Frühschoppen das Tanzbein geschwungen und wiederum lautstark gefeiert. " Unser Fest war mehr als super ", teilte Siegfried Bartschte begeistert mit und konnte die Stimmung kaum fassen. Wie weiter zu erfahren war, steht im kommenden Jahr das 20 jährige Jubiläum der Gröninger Schützen auf dem Programm.