Während die Klein Wanzleber in ihrem Freibad gestern das letzte Mal das kühle Nass vor dem Saisonende aufsuchen durften, kann im Wanzleber Spaßbad vorerst noch bis zum 12. September weitergebadet werden. Vor allem der sonnige August hat die Bilanz der Besucherzahlen nocheinmal gerettet. So kamen dieses Jahr rund 6600 Gäste ins Klein Wanzleber Freibad und 23 954 ( Stand 31. August ) Besucher in das Wanzleber Spaßbad.

Wanzleben. Da kommt bei Schwimmmeister Michael Stridde im Wanzleber Spaßbad richtig Freude auf und auch sein Klein Wanzleber Kollege Jan Flügel stimmt dem sofort zu : Der Donnerstag, 20. August, war nicht nur mit rund 35 Grad plus der heißeste gemessene Tag, sondern auch der besucherreichste Tag des Jahres – mit Abstand. In Klein Wanzleben suchten an diesem Tag 460 zahlende Gäste eine Abkühlung. " Davon hätten wir noch einige Tage mehr gebrauchen können, dann wären die Zahlen noch besser gewesen ", meint Rettungsschwimmer Jan Flügel aus Klein Wanzleben.

Auch Michael Stridde nennt den Tag, an dem das Thermometer in seinem Freibad im Schatten 34 Grad Celsius anzeigte, als " absolut herausragend ". 1130 Besucher kamen an jenem Donnerstag ins Spaßbad. Weitere Höhepunkte waren das Neptunfest und die beiden Beachpartys samt Volleyballturniere. " Sehr erfolgreich lief jüngst bei uns im Bad auch die, Vereinsmeierei ‘ am Sonntag, 23. August, mit Radio Brocken. Stadtwerke Geschäftsführer Hans-Walther Franke sprach sogar von einem " sensationellen Erfolg ". Bleibt zu hoffen, dass auch die folgenden Tage nocheinmal richtig gut besucht werden. Möglicherweise kann das Spaßbad die Zahlen des vergangenen Jahres mit 26 729 Gästen aktuell noch überbieten. Bis zum jüngsten Stichtag 31. August wurden 23 594 Besucher registriert.

Schwimmmeister Michael Stridde : " Die Saison dauert nach unserer Planung noch bis zum 12. September. Das hängt natürlich vom Wetter ab. Eine entgültige Entscheidung werden wir dazu aber erst nach diesem Wochenende treffen. " So wird bei kühler Witterung das Spaßbad möglicherweise schon eher die Saison beenden. Bei einer weiteren warmen Wetterperiode könnte das Bad aber auch länger öffnen. " Wir hatten zum Beispiel 1997 einen Supersommer, bei dem bis Ende September noch Badewetter herrschte. Da blieb das Bad natürlich noch so lange geöffnet ", sagt er. Zurzeit ist das Spaßbad wochentags bis 19 und am Wochenende bis 20 Uhr geöffnet.

Rettungsschwimmer Jan Flügel hat gestern Abend die letzten Gäste der Saison ins Freibad gelassen. Damit waren in diesem Jahr rund 6600 Gäste, die Abkühlung im Becken des Zuckerdorf-Freibades suchten. Erfreulich für ihn : Im Vergleich zum vergangenen Jahr kamen rund 600 Besucher mehr. Jan Flügel : " Es war ein guter Sommer. Die Saison hätte aber mit einigen heißen Tagen mehr noch viel besser sein können. "

Für das Bad, für das immer noch die Spendenaktion läuft, damit die Kommune es sich auch weiter leisten kann, ist die diesjährige Gästebilanz ein Erfolg. Zuwachsraten bei den Besucherzahlen sichern Einnahmen und damit die Existenzgrundlage für das Freibad. Nicht nur das Wetter spielt dabei eine entscheidende Rolle, sondern auch die Attraktionen, die solch ein Bad anbietet. Und davon gibt es seit Ende Juli eine mehr : Die neue Wasserrutsche aus Edelstahl konnte eingeweiht werden. Sie ist acht Meter lang und bietet zusätzlichen Badespaß. Gekostet hat sie rund 15 000 Euro.

In diesem Jahr kamen bei der Freibad-Spendenaktion im Zuckerdorf rund 1630 Euro von 35 Spendern zusammen. Während der gesamten Aktion, die vor vier Jahren ins Leben gerufen worden ist, konnten für den Erhalt des Bades 17 200 Euro gesammelt werden. Bürgermeister Horst Flügel : " Ich möchte mich an dieser Stelle bei allen Beteiligten für die hohe Spendenbereitschaft bedanken. "