Oschersleben. Wer seine Ausstellung " Alles kommt zu seiner Zeit " nennt, der darf auch ein 20 Jahre altes Bild mit hineinnehmen. Manuel Schulz hat genau das getan, so dass die Besucher der Kleinen Galerie der Oschersleber Stadtbibliothek nun von einer Zeichnung begrüßt werden, die der heute 28-Jährige bereits als 8-Jähriger zu Papier gebracht hat. Für die somit die Zeit jetzt gekommen ist. Genauso wie für ein Dutzend anderer Bilder von ihm, die allerdings weitaus später entstanden sind.

" Bereits als Kind habe ich sehr gern gemalt ", sagt Manuel Schulz, der den Pinsel jedoch als Jugendlicher aus der Hand gelegt und ihn erst kurz vor Ende seines Sozialwissenschafts-Studiums wieder aufgenommen hat. " Ich hatte mich aber während meiner Studienzeit theoretisch sehr viel mit Malern und der Malerei beschäftigt. "

Zwischen den Bildern hängen Gedichte

So dass Manuel Schulz absolut keine Anlaufprobleme hatte, als er wieder Lust bekam, selbst etwas auf die Leinwand zu bringen. Er wusste schon ziemlich genau, was er zeichnen wollte. Eben das, was nun in der Kleinen Bibliotheks-Galerie zu sehen ist. Das sind vornehmlich Personen, aber auch Landschaften. Manche Bilder sind realistisch, die meisten aber abstrakt gemalt. Jedoch alle mit Acrylfarben.

Und da Manuel Schulz nicht nur gern zum Pinsel, sondern wie von einem freien Volksstimme-Mitarbeiter nicht anders zu erwarten, genauso gern zur Feder greift, hängt in seiner Ausstellung nicht nur Sehens-, sondern auch Lesenswertes. Gedichte hat Manuel Schulz zwischen seine Bilder platziert. Nicht speziell für die Ausstellung oder gar für die einzelnen Bilder geschrieben, aber passend.

Wovon sich jeder bis Ende Oktober in der Kleinen Galerie überzeugen kann. In der im Übrigen zuvor eine Fotoausstellung seines Vaters Uwe Schulz zu sehen waren und in der nach seiner Ausstellung Bilder seiner Mutter Martina Schulz zu sehen sein werden.