Noch am heutigen Tag soll die sanierte Abschnitt auf der Magdeburger Straße in Klein Wanzleben in Höhe der Zuckerfabrik für den Verkehr freigeben werden. Damit ist eine der Hauptanfahrtsstrecken für die diesjährige Rübenkampagne wieder frei. Am Sonnabend soll die Anlage der Zuckerfabrik hochgefahren und ab Montag auf Volllast laufen. Bis zu 15 000 Tonnen Zuckerrüben können hier täglich in der Anlage verarbeitet werden. 600 Lkw liefern dann ebenfalls täglich tonnenweise Nachschub aus allen Himmelsrichtungen an.

Klein Wanzleben. Nicht nur die Mitarbeiter der Klein Wanzleber Zuckerfabrik hatten in den vergangenen Tagen Zeitdruck. Auch die Straßenbauarbeiter vor den Werktoren hatten den Terminplan im Nacken. Für den heutigen Donnerstag ist die Bauabnahme und Freigabe der sanierten Verbindungsstraße zwischen der B 246 a und Klein Wanzleben bzw. Höhe der Zuckerfabrik vorgesehen. Schließlich sollen ab dem Wochenende täglich um die 600 Lkw durch das Werktor rollen. " Am Sonnabend werden wir die Anlage hochfahren. Dafür benötigen wir etwa drei Tage bis sie auf voller Last fährt ", erklärt Rübenmanager Axel Schönecker. 15 000 Tonnen Rüben werden dann täglich in der Fabrik verarbeitet. Der Fachmann spricht in diesem Jahr von einer guten durchschnittlichen Ernte, wobei ihm derzeit die lang anhaltende Trockenheit ein wenig Sorgen bereitet. " Ein Teil der Rüben weist derzeit auf den Feldern ein Wasserdefizit auf ", erklärt er. In der Hoffnung, dass es in den nächsten Tag noch regnen könnte, haben zum Beispiel die Bauern in der Altmark die Rodung um zweieinhalb Wochen zurückgesetzt. In der vergangenen Woche habe es nach Schöneckers Angaben auch einen speziellen Behördentag in der Zuckerfabrik gegeben, bei dem alle wichtigen Dinge vor Kampagnenstart mit den Ämtern – unter anderem auch die Lkw-Routen und Umleitungen – besprochen worden. Außerdem seien auch die Gespräche mit den Spediteuren geführt worden, damit die Rübentransporter auch genau die festgeschriebenen Strecken nutzen. " Eine entsprechende

Belehrung

was die Sicherheit im Verkehr betrifft, haben die Lkw-Fahrer bei den Spediteuren unterschreiben. Für die Einweisungen der Fahrer sind die Speditionen zuständig ", sagte Axel Schönecker weiter. Gerade die Verkehrssicherheit hat in den vergangenen Jahren einen immer größeren Stellenwert bei den Kampagnen eingenommen. Hintergründe waren mehrere Unfälle. So kippte 2008 ein Rübenlaster auf der B 246 a an einer Fußgängerampel nahe der Grundschule in Seehausen um und im Jahr zuvor in der Lindenpromenade in Wanzleben. In beiden Fällen gab es keine Verletzte. Neben den Belehrungen der Lkw-Fahrer engagiert sich die Zuckerfabrik deshalb auch aktiv an der Verkehrssicherheit und sponserte der Verwaltungsgemeinschaft " Börde " Wanzleben drei elektronische Anzeigentafeln zur Kontrolle der Geschwindigkeiten der Fahrzeuge.

Das Ende der Rübenkampagne ist übrigens für den 6. Januar geplant.