Wanzleben ( skr ). Einen außergewöhnlichen Junggesellenabschied feierte der Wanzleber Christopher Richter, der am Sonnabend, am 19. September, in den Hafen der Ehe einfahren will. Doch vorher sollte er im Auftrag seines Bruders Benjamin und seiner Freunde, die den Junggesellenabschied organisiert hatten, noch eine Aufgabe in seiner Heimatstadt erfüllen : Er musste mit einer Gitarre und einem großen Wanderstock durch die Stadt ziehen, um sich von den wichtigsten sieben Herzdamen seines Lebens sozusagen seine Hochzeitserlaubnis zu ersingen. Jede, die ihre Zustimmung gab, musste als Symbol dafür ihr eigenes " Herz " -Foto vom Wanderstock freischneiden. Mit diesen Utensilien ging es in die Grundschule und ins Börde-Gymnasium, wo die ehemaligen Lehrerinnen musikalisch von Christopher Richter " überzeugt " wurden. Auch Mutter und Großmutter durften natürlich in der Runde nicht fehlen und wurden im Bauamt der Stadt bzw. beim Sportnachmittag der Volkssolidarität besucht. Im Anschluss musste sich der künftige Ehegatte dann schließlich noch die Einwilligung von höchster Stelle holen : In sozusagen letzter Instanz sollte Bürgermeisterin Petra Hort entscheiden, ob Christopher Richter denn nun ehetauglich ist. Die Ortschefin ließ sich dafür noch so einige knifflige Aufgaben einfallen. " Gitarre spielen und singen macht schließlich noch keinen Ehemann ", sagte sie. So wollte sie eine Kartoffel geschält und ein Knopf angenäht haben. Nachdem der Wanzleber auch diese Aufgaben souverän gemeistert hatte, war dem Heiratskandidaten auch die Einwilligung der Bürgermeisterin gewiss : die Hochzeit darf stattfinden !