Wanzleben ( skr ). Sachsen-Anhalts Minister für Landesentwicklung und Verkehr, Karl-Heinz Daehre ( CDU ), hat den Mittelstand zu mehr Kooperationen ermutigt. Auf dem Herbsttreffen des Bundesverband mittelständische Wirtschaft ( BVMW ) in der Börde auf der Burg Wanzleben nannte er die Bildung von Netzwerken " unverzichtbar ". Sie würden helfen, die Firmen fit zu machen und unkompliziert auch größere Aufgaben gemeinsam zu bewältigen. Daehre zeigte sich zuversichtlich, dass die Finanz- und Wirtschaftskrise in der Region relativ geringe Auswirkungen zeigen werde.

Der Minister meinte weiter, dass starke Industrie- und Gewerbegebiete seit der Wende im Landkreis entstanden seien, und er seit der Kreisgebietsreform im vergangenen Jahr deutlich an Kraft gewonnen habe. Schon heute zeige sich, wie sich kontinuierliches Herangehen bei der Ansiedlung und Förderung von Firmen auszahle. Mit einer Arbeitslosigkeit von unter zehn Prozent gehöre der Bördekreis zu den Spitzenreitern in Sachsen-Anhalt, so Daehre. Der Mittelstand beweise sich auch dort als " eine wichtige Säule " wirtschaftlicher Entwicklung. Der Politiker erinnerte an die Ausgangssituation nach 1989, als im Osten Deutschland kaum noch ein Mittelstand existierte. Durch die Verstaatlichung von Privatbetrieben hatte die DDR 1972 eine verheerende Entwicklung eingeleitet, die kaum noch unternehmerisches Handeln zuließ. Beim BVMW-Herbstreffen trafen sich rund 60 Unternehmer zum Erfahrungsaustausch auf der historischen Wanzleber Burganlage, die Teil der quer durch Sachsen-Anhalt verlaufenden Straße der Romanik ist. Als Gast konnte auch Wirtschaftsstaatssekretär Detlef Schubert begrüßt werden. Im Verlaufe des Abends wurden viele neue Kontakte geschlossen. Daneben kam die Geselligkeit nicht zu kurz. So präsentierte sich beispielsweise die Linedance-Gruppe vom Magdeburger Durango Saloon, die mit ihrem Auftritt die Veranstaltung abrundete. " Wenn sich daraus interessante Geschäftsverbindungen entwickeln, ist uns etwas Gutes gelungen ", sagte BVMWKreisgeschäftsführer Claus Löscher. Sein Verband wünsche sich Synergieeffekte vor Ort, er wolle zudem Bildungsaufgaben wahrnehmen.