Die Vorbereitungen für die Abstimmung am kommenden Sonntag zur Bundestagswahl in den 17 Wahllokalen der Verwaltungsgemeinschaft " Börde " Wanzleben laufen bereits auf Hochtouren. Mehr als 800 der insgesamt 13 373 Wahlberechtigten in dem Gebiet haben bereits per Briefwahl gewählt. Bei einer nichtrepräsentativen Abstimmung unter den Schülern der 9. bis 10. Klassen des Wanzleber Börde-Gymnasiums war die Partei Die Linke übrigens fi ktiver Wahlsieger.

Wanzleben. Nur noch drei Tage sind es bis zur Bundestagswahl am Sonntag. Dann sind die 13 373 Wahlberechtigten der Verwaltungsgemeinschaft " Börde " Wanzleben aufgefordert, in der Zeit zwischen 8 und 18 Uhr an die Wahlurnen zu treten. Rund 120 ehrenamtliche Wahlhelfer sollen an diesem Tag für einen reibungslosen Ablauf sorgen, erklärte gestern Hauptamtsleiterin Martina Neshau. Die Einweisungen der Wahlvorstände der 17 Lokale innerhalb der Verwaltungsgemeinschaft haben bereits zu Wochenbeginn stattgefunden. Schon jetzt nahmen mit dem gestrigen Tag mehr als 800 Wahlberechtigte ihr Recht der Briefwahl wahr, erklärte Martina Neshau. Die Briefwahl ist noch bis morgen möglich, wenn der Umschlag im Wahlamt im Wanzleber Rathaus bis 18 Uhr abgegeben wurde.

Bereits fünf Tage vor der Wahl hatten 110 Schüler des Wanzleber Börde-Gymnasiums bei einem Planspiel zur Wahl aufgerufen. " Dabei sollte vor allem der Ablauf der Wahlen aufgezeigt werden ", teilte Lehrer Carsten Koslowski mit. In vier Wahlkreisen der 9. und 10. Klassen mussten Direkt- und Listenkandidaten gekürt werden. Die Parteigruppen wurden gebildet, die sich mit den Inhalten ihrer " Vorbilder " auseinandersetzen. Auf dieser Grundlage wurden Wahlplakate erstellt, die im Vorfeld des Wahltages überall im Schulhaus über Programme und Personen informierten. Bei der Abstimmung am Dienstag wurden die Mandatsträger eines fi ktiven Bundestages von 8 Sitzen ermittelt, die wirklichkeitsnah durch die Gegenrechnung von Erstund Zweitstimmen gefunden wurden. Die Linke ging bei dem Planspiel der Schüler mit 32, 7 Prozent als Wahlsieger hervor, gefolgt von den Grünen ( 24, 12 Prozent ), der SPD ( 18, 1 Prozent ), der CDU ( 15, 5 % ) und der FDP ( 9, 48 Prozent ). Die Wahlbeteiligung lag, bei einer Zahl von 110 Schülern für den kommenden Sonntag bei wünschenswerten 83, 2 Prozent. " Natürlich bestand kein Wahlzwang ", sagt Carsten Koslowski und weiter,

" vielleicht konnte dieses Planspiel neben dem konkreten Verständnis des Wahlverfahrens dazu beitragen, Berührungsängste mit der Politik zu verkleinern und das Interesse an den Bundestagswahlen zu steigern. Die Frage, was ein Direktmandat ist, können die Schüler nun allemal beantworten ", meint der Lehrer.

In den Wahllokalen in Klein Wanzleben gibt es am Sonntag parallel zur Bundestagswahl auch noch eine Befragung der Bürger der Gemeinden Klein Wanzleben, Remkersleben und Meyendorf, ob der Ort künftig den Zusatz " Zuckerdorf " tragen soll. Dazu liegen in den Wahllokalen der Gemeinde Stimmzettel mit der Frage " Soll der Gemeinde Klein Wanzleben der Zusatzname, Zuckerdorf ‘ verliehen werden ?" aus. Auf dem Stimmzettel ist dann ein " Ja " oder " Nein " anzukreuzen, teilte Bürgermeister Horst Flügel gestern mit.