Für die " Waldzwerge " war am Mittwoch ein besonderer Tag. Sie feierten ihren Namenstag zum fünften Mal und weihten bei der Gelegenheit ihren neuen Spielplatz ein. In das Freigelände hat die Stadt Oschersleben in den vergangenen zwei Jahren 30 000 Euro investiert.

Neindorf. Ingrid Rößler nahm am Mittwoch viele Glückwünsche entgegen – stellvertretend für ihre 19 " Waldzwerge " sowie für die drei weiteren Erzieher in der Kindertagesstätte in Neindorf. Der Ortsbürgermeister Dieter Bieber schüttelte die Hand der Einrichtungsleiterin, ebenso Oscherslebens Bürgermeister Dieter Klenke, außerdem dessen Stellvertreterin Christiane Klare. Alle hatten sie Süßigkeiten oder Bastelzeug als Geschenke mitgebracht. " Unser Dank geht vor allem an die Stadt ", richtete sich Ingrid Rößler in ihrer kleinen Begrüßungsrede an die Gäste, Eltern sowie Mädchen und Jungen. " Die Stadt hat das Geld bereitgestellt, damit alles schnell fertig wird. "

So ist zusätzlich zum bestehenden Holzspielplatz ein Barfußgang angelegt worden. Dort können die Mädchen und Jungen über Sand- und Kieselböden laufen und ihren Tastsinn erkunden. Außerdem lädt ein untertunnelter Hügel zum Räuber- und Gendarmspiel ein. Eine Sommerlaube aus Holzbalken wurde gebaut, zuletzt außerdem zwei hölzerne Eisenbahnwaggons samt Lok. Die eroberten sich die Kleinen auch sogleich, als Erzieherin Sigrun Reiber mit ihnen ein Eisenbahn-Lied anstimmte : " Einsteigen, gleich geht es los. Mit der Puff-puff-Bahn fahren ist famos. " Mit dem kleinen musikalischen Programm dankten die Waldzwerge den Gästen für ihr Kommen und für den neuen Spielplatz.

Bürgermeister Klenke zeigte sich erfreut. " Seit 2007 haben wir 30 000 Euro für das Freigelände ausgegeben. Ich denke, das zeigt auch, welche Prioritäten wir gesetzt haben ", blickte er zurück. Ein Zuschuss über 5000 Euro vom Land Sachsen-Anhalt milderte die Kosten für die Stadt.

Von der Sparda-Bank aus Magdeburg gab es ebenfalls 1500 Euro dazu. Vertriebskoordinatorin Katrin Adam war eigens dafür nach Neindorf gekommen. " Wir unterstützen sozial-karitative Projekte ", begründete die gebürtige Neindorferin die Zuwendung.

Dort toben, wo Dieter Bieber Schulkind war

Ortsbürgermeister Dieter Bieber sieht zufrieden aus, als er beim Anstoßen an seinem Wasserglas nippt. Im Gespräch mit Bürgermeister Dieter Klenke geht er ein Stück in die Vergangenheit zurück, erinnert sich daran, wie er genau hier einst zur Schule gegangen ist. Denn erst in den 60 er Jahren ist aus seiner früheren Schule die Kindertagesstätte geworden, wie sie heute noch in Neindorf ansässig ist. Und seit 2004 trägt sie als Kita " Waldzwerge " einen eigenen, durch die Eltern aus vielen Vorschlägen ausgewählten Namen. Das haben alle am Mittwoch gebührend gefeiert.

In der Einrichtung fi nden zehn Krippen- und 15 Kindergartenkinder Platz. Zur Zeit sind es 19.