Oschersleben ( mg ). Für mehrere Millionen Euro soll nördlich der Anderslebener Straße in Oschersleben ein Kartoffellager gebaut werden. Bauherr ist die Firma Börde Kartoffel EZG GmbH mit Sitz in Wildeshausen. Der Bebauungsplan dafür wird derzeit in den politischen Gremien beraten. Morgen steht er im Bauausschuss auf der Tagesordnung, der ab 17 Uhr im Sitzungssaal des Rathauses tagt.

Nach den derzeit bekannten Plänen will die EZG zwei insgesamt 20 000 Quadratmeter große Hallen errichten. Sie sollen nördlich vor dem bestehende Betriebsgelände der Firma Stöver hochgezogen werden. Darin sollen Kartoffeln gelagert werden, die aus den Lagerhallen in das angrenzende Kartoffel verarbeitende Werk von Stöver bedarfsgerecht und kontinuierlich über Förderbänder zugeführt werden.

Bau inklusive Wasch-

und Sortieranlage

Laut Bebauungsplan sollen die beiden Lagerhallen außerdem über eine überdachte Durchfahrtszone miteinander verbunden werden. Weiterhin ist geplant, den Lagerhallen eine zweigeschossige Betriebseinheit vorzulagern, wo die Kartoffeln gewaschen und sortiert werden, bevor es in die Verarbeitung geht. Da in den vorhandenen Böden Oberf ächengewässer nicht versickern können, soll Regenwasser in einem Regenrückhaltebecken gesammelt werden, das ein Volumen von rund 1 000 Kubikmetern Wasser fassen soll. Der Bauausschuss berät aktuell über den Bebauungsplan, nachdem dieser bereits öffentlich ausgelegen hatte. Jetzt werden Einwände von Trägern öffentlicher Belange in die Pläne einbezogen und abgewogen. Die endgültige Entscheidung über den Bau der Lagerhallen liegt beim Oschersleber Stadtrat, bedarf aber zuvor weiterer vorbereitender Beschlüsse.