Bei einem Feuerwehreinsatz in Neubrandsleben am Dienstag erwies sich die Löschwasserversorgung als problematisch. Ein ausgedienter Stall hatte dort gebrannt. Darüber sprach Volksstimme-Mitarbeiterin Mandy Ganske mit Fred Spatzker, stellvertretender Geschäftsführer beim Trink- und Abwasserverband Börde Oschersleben ( TAV ).

Volksstimme :

Feuerwehrleute hatten nach dem Einsatz in Neubrandsleben beklagt, für die Löscharbeiten nicht genügend Wasserdruck am Hydranten vorgefunden zu haben. Wann wird das überprüft ?

Fred Spatzker : Das wurde gemeinsam mit dem Ordnungsamt bereits besprochen. Das Problem ist uns auch bekannt : Vom Grundsatz her sind die Hydranten in Neubrandsleben nicht geeignet für die Brandbekämpfung. Wenn eine Trinkwasserleitung einen entsprechenden Durchmesser aufweist, der ausschlaggegebend dafür ist, wieviel Menge entnommen werden kann, ist es möglich, sie für diesen Zweck zu nutzen. In Neubrandsleben sind die Voraussetzungen aber nur für die Erstbekämpfung gegeben.

Volksstimme : Womit das Thema angeschnitten ist, welche Ergebnisse die Prüfung erbracht hat.

Spatzker : Mehr an Wassermenge ist in Neubrandsleben nicht zu entnehmen. Die Leitung mit 100 Millimeter Durchmesser ist zu klein für die Löschwasserversorgung, jedoch ausreichend fürs Trinkwasser. Das heißt : Dort kann nur eine Wassermenge entnommen werden, die geringer ist als die erforderliche Löschmenge.

Volksstimme : Wie kann ein Engpass bei der Löschwasserversorgung somit künftig vermieden werden ?

Spatzker : Die Bereitstellung von Löschwasser für die Brandbekämpfung ist Aufgabe der Kommune. Sie muss sehen, dass auf Löschwasserbehälter, Tankwagen oder öffentliche Gewässer zurückgegriffen werden kann.