Der Verkauf des ehemaligen Bahnhofes in Wanzleben von der Bahn AG an die Wanzleber Wobau steht kurz vor dem Abschluss, bestätigte der Geschäftsführer der Wanzleber Wohnungsbaugesellschaft Rainer Lippelt der Volksstimme auf Nachfrage.

Wanzleben. In etwa 14 Tagen sei es soweit, sagte er. Größtenteils seien die Interessen der Bahn AG und der Wohnungsbaugesellschaft unter einen Hut gebracht worden, erklärte Lippelt und sprach von einer guten und harmonischen Zusammenarbeit.

Wenn die Verträge unterzeichnet sind, soll das Vorhaben des Umbaus zu einem Sozialzenrum in den Gremien so zügig wie möglich beraten werden. Damit anschließend die Bauplanung und Ausschreibung der Arbeiten erfolgen kann.

" Über Termine und Zeitabschnitte möchte ich aber erst sprechen, wenn alles unter dach und fach ist ", sagte der Wobau-Geschäftsführer weiter. Er wolle sich, was das betrifft nicht schon im Vorfeld festnageln lassen.

Die Planungen sehen vor, dass nach dem Kauf des Bahnhofes die Wobau diesen zu einem Sozialzentrum ausbaut. Mieter wird dann der DRKKreisverband. Neben der Wanzleber Tafel soll auch eine Suppenküche, ein Kinderrestaurant und eine Kleidersammlung in die Räumlichkeiten einziehen. Die Baukosten werden auf rund 650 000 Euro geschätzt. Insgesamt soll dafür eine Förderung von 399 000 Euro beantragt werden. Schirmherr des Projektes ist Bau- und Verkehrsminister des Landes Sachsen-Anhalt Karl-Heinz Daehre.

Außerdem sind in dem späteren umgebauten Bahnhof drei Wohnungen auf rund 170 Quadratmeter eingeplant. Das Vorhaben ist Teil des IBA-Projektes " Urbane Familienfelder " und soll auf der Internationalen Bauausstellung 2010 vorgestellt werden. Aus diesem Grund ist bei der Umsetzung des Vorhabens Eile geboten.