Oschersleben. Im Auftrag der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises Börde waren vorgestern Dennis Hintze, Norman Schmiel und Thomas Suckow unterwegs. Im alten Bördekreis hatten sie den Auftrag, die Jungstörche in den Horsten zu zählen und zu beringen.

" Wir wollen herausfinden, welcher Population unsere Störche angehören. Es gibt Störche, die nach Osten ziehen und Störche, die nach Westen ziehen ", nannte Suckow, der sich ehrenamtlich mit der Storchenforschung und dem Vogelschutz beschäftigt, den Grund für die Storchenzählung. Zudem passte der Storchenforscher jedem Jungtier einen Kennring aus Plastik über dem Kniegelenk an. Damit können Vogelfreunde auf der ganzen Welt mit einem Fernglas die Nummer am Bein des Storchs ablesen, sie auf einer bestimmten Internetseite eingeben, und schon wissen sie, woher der Storch stammt. " Das ist ein Personalausweis für Vögel ", sagte Suckow.

Auf dem alten Eltma-Schornstein in Oschersleben zählten die Vogelexperten mit vier die meisten Jungstörche. In Gunsleben waren es drei, in Belsdorf drei, Wulferstedt zwei, Hornhausen zwei und Gröningen drei. In den Horsten in Groß Germersleben und Dodendorf hatte sich kein Nachwuchs bei den Störchen eingestellt. Die Horste waren leer.