Auf den Beitrag " Bioethanolwerk rüstet nach und setzt Gelmatten gegen den Gestank ein " vom 6. Juli meldete sich gestern am Volksstimme-Lesertelefon Ehrentraud Liebig aus Wanzleben zu Wort.

" In der Nacht zum Montag war der Gestank, der aus Richtung der Klärteiche Klein Wanzleben zu uns nach Wanzleben herüberzog, unerträglich, wirklich nicht zum Aushalten. Das hat mittlerweile schon nichts mehr mit Geruchsbelästigung zu tun, sondern ist meiner Meinung nach schon fast gesundheitsschädigend. Mit, Bio ‘ hat das nichts mehr zu tun. Mir ist in der letzten Nacht richtig übel geworden und meine Augen haben getränt. Den stechenden Geruch kennen wir ja schon aus dem vergangenen Jahr, aber dass jetzt war der Gipfel des Gestanks ", sagt die Rentnerin. " Morgens lese ich dann, dass das Werk jetzt an Zaunfeldern befestigte Gelaktivmatten gegen den Gestank einsetzt. Das ist ja wohl eine absolut lächerliche Maßnahme. Will man uns damit ruhig stellen, frage ich mich ?" Vor 15 Jahren sei sie extra wegen der ländlichen Idylle und der frischen Luft nach Wanzleben gezogen. " Und jetzt das !", schimpft sie. Ehrentraud Liebig wohnt in Wanzleben in der Straße Am Darrplan in Sichtweite des Bioethanolwerkes. " Ich frage mich ganz ehrlich, wo der Werkleiter wohnt, der meint, dass Gelmatten den Geruch in irgendeiner Form neutralisieren könnten. Ich hoffe in Klein Wanzleben !"

Das Werk Klein Wanzleben hatte am 2. Juli in einer Erklärung der Volksstimme schriftlich mitgeteilt, dass die Maßnahmen zur Geruchsminderung durch die Gelaktivmatten an den Wasserspeichern greifen und für bessere Luft sorgen würden. Die Geruchsstoffe würden so direkt an der Quelle neutralisiert werden. Es hieß : " Nordzucker hat umgehend gehandelt, um die negativen Begleiterscheinungen rasch und zuverlässig zu minimieren. Die von der Werkleitung in der Zwischenzeit ergriffenen Maßnahmen sorgen bereits jetzt für spürbar bessere Luft in der Umgebung. "