Wanzleben. Die leere Sporthalle am Wanzleber Bördestadion soll noch in diesem Jahr abgerissen werden. Der nach dem Stadtratsbeschluss vom 26. März dieses Jahres eingereichte Fördermittelantrag ist aber bislang noch nicht bestätigt worden, erklärte gestern Ordnungsamtsleiterin Erika König, die derzeit die Urlaubsvertretung für Bauamtsleiter Olaf Küpper ist. Die Bewilligung der Gelder aus dem Stadtumbau-Ost-Fördertopf

beziehungsweise aus dem Konjunkturpaket II lässt aber noch auf sich warten. Man rechne aber in den nächsten Wochen mit einer Antwort.

Die Stadträte hatten dem Abrissvorhaben zugestimmt, weil sich kein Kaufinteressent gefunden hatte. " Es gab zwar hin und wieder mal Kaufanfragen, aber die Interessenten, haben am Ende immer wieder einen Rückzieher gemacht ", sagt Erika König. Die Halle steht seit rund sechs Jahren leer. Ende 2007 hatten Mitarbeiter der Kommunalen Sanierungsgesellschatz in dem Gebäude das Obergeschoss und den Dachboden entkernt.

Ein Kaufinteresse hatte Ende 2007 beispielsweise der Kreissportbund ( KSB ) bekundet. Die Idee : In der städtischen Ruine sollte ein Gesundheitszentrum entstehen. Schon damals kränkelte das Konzept an der Finanzierung. " Das Projekt hat sich zerschlagen und ist Geschichte. Die Halle ist nur noch eine Hülle und mittlerweile stark vom Vandalismus gezeichnet. Für unsere Idee, Freizeithalle mit verschiedenen Themenfeldern ‘ hätten wir mindestens eine Million Euro gebraucht ", sagt Ralf Sacher von der Sportjugend. " Als Hauptgeldgeber für dieses angedachte Gesundheitszentrum sollte der Landessportbund auftreten. Auch die, Variante B ‘, die Halle als Multifunktionshalle gemeinsam mit der Stadt als Eigentümer zu nutzen, ist seit 2008 vom Tisch ", erzählt Sacher

Nun gibt es keine neuen Nutzungspläne mehr. Die Stadträte haben für einen Abriss gestimmt. Auf der dann entstandenen Freifläche soll ein Parkplatz für die Bördestadionbesucher entstehen, berichtet Erika König.

Außerdem soll auch der alte Anbau des Bördestadion-Gebäudes in diesem Jahr noch saniert werden. Hier soll ein Stadion-Kassenhäuschen und neue Umkleidekabinen entstehen. " Sobald wir den Bewilligungsbescheid bekommen, beginnen hier die Arbeiten ", so König. Die Kosten für die Abriss-, Sanierungs- und Baumaßnahme rund um das Bördestadion beläuft sich insgesamt auf 210 000 Euro. " Davon sind 175 000 Euro Förderung aus Stadtumbau Ost und Konjunkturpaket II. Die restlichen 35 000 Euro sind Eigenmittel der Kommune ", erklärt König. In der Gesamtinvestition ist auch schon die Umzäunung des gesamten Sportplatzes mit eingerechnet. Auch diese Maßnahme erfolgt in diesem Jahr.