Klein Wanzleben ( skr ). Nach der Lesermeinung von Ehrentraud Liebig aus Wanzleben zum Thema " Bioethanolwerk rüstet nach und setzt Gelmatten gegen Gestank ein " meldeten sich gestern weitere betroffene Anwohner am Volksstimme-Lesertelefon. Sie machten ihren Unmut über den noch immer anhaltenden Gestank Luft und stellten die Maßnahme des Aufhängens von Gelaktivmatten in Frage.

Die Volksstimme hakte bei der zuständigen Emissionsschutzbehörde des Landesverwaltungsamtes Sachsen-Anhalt nach. Pressesprecherin Gabriele Städter teilte gestern mit : " Mitarbeiter vom Referat Emissionsschutz werden sich jetzt der Geruchsbelästigung, die von den Klärteichen an der Zuckerfabrik Klein Wanzleben ausgeht, annehmen und die Wirksamkeit der an Zaunfeldern angebrachten Gelaktivmatten untersuchen. " Angedacht sei der Termin an der Klein Wanzleber Zuckerfabrik noch für diese Woche. " Wir prüfen, ob die Methode zur Geruchsneutralisierung an den Klärteichen einzusetzen überhaupt funktioniert. Bei den Gelaktivmatten handelt es sich nach Aussagen der Emissionsschutzexperten um eine kommerziell vertriebene Anlage. Die wird jetzt überprüft ", erklärte die Sprecherin.

Die Maßnahme war vorab mit dem Referat abgesprochen gewesen, räumte Städter ein und sagte weiter : " Wenn es an den Klärteichen bezüglich des Geruchsproblems zu keiner schnellen Verbesserung kommen sollte, werden wir dem Unternehmen Auflagen erteilen. " Es könnte sogar dazu kommen, dass das Becken mit den 130 000 Kubikmetern Abwasser ausgepumpt werden müsse.