Oschersleben. Sonne, Regen und schwül-warmes Wetter machen nicht nur dem Menschen zu schaffen, sondern auch den Tieren. Darum kümmern sich Andrea Korsch, Tierpflegerin im Wiesenpark, und die anderen vier Mitarbeiter. " Wenn es heiß ist, fahren die Tiere ihren Energiehaushalt runter und bewegen sich wenig ", erklärt sie. Dann ist es tagsüber sehr ruhig im gesamten Tiergehege - wo 300 Tiere in 57 Arten untergebracht sind. " Erst abends ist es dann ein richtiges Tabaluha ", schildert Andrea Korsch. Wie wir Menschen wollen aber auch die Tiere einfach mal im kühlen Nass planschen. Zum Beispiel für die Strauße, das Rotwild oder die Woll- und Wildschweine gibt es eine schöne Suhle : Ein Wasserloch, in dem sich die Tiere austoben können. So zum Beispiel Straußenhenne Willi. Erst tastet sie sich an die frisch bereitete Suhle heran. Das Wasser ist schön kühl. Dann geht es in die Knie, und dann sitzt sie mit einem Mal. Da kommen die anderen noch hinzu, wollen es ihr gleich tun. Im kühlen Nass findet aber immer nur einer Platz. Schlange stehen ist angesagt. Selbst Straußenhahn Walter reiht sich ein.

Ein paar Meter weiter ist das Gehege für das Rotwild : Und auch hier lieben die Rehe und Hirsche die Suhle, tanken eine Portion Erfrischung. Davon können die Hängebauchschweine nur träumen. Sie liegen mit ihrem Gehege ungünstig. " Dafür werden sie ordentlich mit dem Schlauch abgespritzt ", erklärt Andrea Korsch. Die Stachelschweine interessiert das alles nicht so. " Die nehmen das locker ", winkt die Tierpflegerin hier ab. " Und die Lamas stellen sich einfach mal mit ihren Vorderfüßen in die Tränke. " Die drei Lamas Emma, Susi und Otto mögen die Suhle weniger, suchen eher nach einem schattigen Plätzchen. " Manchmal wird man aber auch überrascht : Da liegen die in der prallen Sonne und genießen das ", wundert sich Andrea Korsch. Auch der Nachwuchs bei den verschiedenen Tieren kommt mit Hitze gut zurecht, sagt Andrea Korsch. Am wichtigsten sei es schließlich – egal, ob Hamster, Muffel, Ziege oder Pferd – immer die Tränken zu kontrollieren. " Das geht gar nicht anders. "

Nach richtig heißen Tagen braucht es derweil oft gar nicht lange, bis es am Himmel bei einem Gewitter richtig knallt. Gibt es für die Tiere etwas zu beachten ? " Tiere, die verschließbare Ställe haben, kommen da sofort hinein. Die anderen mit offenen Ställen wittern die Gefahr schneller als wir und stellen sich unter ", erklärt Andrea Korsch abschließend.