Nicht nur Randalierer sorgen jedes Wochenende im Bereich der Verwaltungsgemeinschaft " Börde " Wanzleben für hohe Sachschäden ( Volksstimme berichtete ). Aktuell haben jetzt auch Diebe Zerstörungen angerichtet, nur um Metall und Diesel zu erbeuten. Der Ärger der Betroffenen ist groß, da der angerichtete Schaden höher ist, als der Wert der Beute.

Seehausen / Dreileben. Als Seehausens Bürgermeister Eckhard Jockisch vom Hausmeister der Sporthalle in der Gartenstraße über den neuesten Diebstahl von Schachtdeckel informiert wird, ist er außer sich. " Wer macht denn so etwas ?", fragt er. Mit brachialer Gewalt seien die Täter vorgegangen und haben den Schacht der Hallendachf ächenentwässerung in Mitleidenschaft gezogen. Die zurück gelassenen offenen Löcher im Fußweg entlang der Halle waren 1, 50 Meter tief. " Da hätten sich Spaziergänger ernsthafte Verletzungen zuziehen können ", erklärt er.

Den Schaden ersetze der Gemeinde niemand. Allein die Reparaturen an den drei Schachtdeckeln samt Einlass-Schiebern, die gestern umgehend vorgenommen werden mussten, kosten laut Jockisch mehr als 1000 Euro. Der Schaden steht zudem in keinem Verhältnis zum Schrottpreis, den die Täter für die Deckel aus Guss-Eisen bekommen. Dabei ist es nicht das erste Werk der Schrottdiebe in diesem Monat. Erst am Wochenende vor 14 Tagen haben Unbekannte aus der frisch sanierten August-Bebel-Straße sieben Gullydeckel gerissen. Zum Diebstahl kam es aber nicht, da die Polizei von einer Zeugin alarmiert wurde. Ob es einen Zusammenhang zwischen den Taten gibt, muss die Polizei noch klären. Doch in solchen Fällen sind die Ansatzpunkte meist sehr dürftig. " Deshalb sind für uns die Zeugenhinweise auch sehr wichtig ", erklärt Polizeisprecher Joachim Albrecht. Die Kripo habe die Untersuchungen aufgenommen.

Auch Brunhilde Jakobi, Vorstandsvorsitzende der Agrargenossenschaft Dreileben, hatte es in der Nacht zum Sonntag mit zerstörerischen Dieben zu tun. Die Unbekannten brachen zwei Garagen auf, durchwühlten diese, verstreuten alles am Boden. Sie suchten vermutlich Utensilien, um aus zwei auf dem Gelände abgestellten Mähdreschern Diesel abzuzapfen. Die Täter durchtrennten schließlich an drei Anhängern die Luftschläuche für das Bremssystem und füllten damit den Diesel um. Insgesamt wurden hier 340 Liter entwendet. " Das ist alles sehr ärgerlich, da auch sämtliche Türschlösser aufgebrochen worden sind ", erklärt Brunhilde Jakobi. Auch hier ist der Sachschaden höher als der Wert der Beute.