Peseckendorf. Erst wenige Tage sind die Eurocamper in der Jugendbildungsstätte in Peseckendorf, doch haben die Jugendlichen aus mehr als 30 Ländern Europas die Einrichtung bereits in ein buntes Haus verwandelt, bunt wie die Völker Europas. Auf großen Plakaten haben die Teilnehmer ihre Länder vorgestellt und diese Plakate sowie die " Steckbriefe " der Eurocamp-Teilnehmer im ganzen Haus verteilt.

Stellvertretend für alle anderen Länder, stellten der Abiturient Martin Lisanek ( 18 ) aus der Slowakei und die 21-jährige Deutschstudentin Lasma Zeipe aus Lettland ihre Länder Dienstagabend vor, als Sachsen-Anhalts Europa-Minister Rainer Robra und weitere Gäste zur Eröffnung des 18. Eurocamps nach Peseckendorf gekommen waren. Diese weiteren Gäste waren Bundes- und Landtagsabgeordnete, Vertreter des Landkreises, des DRK, der Sportjugend und Bürgermeister. Der Projektkoordinator Wolfgang Meyer betonte in seiner Eröffnungsrede, dass das Eurocamp in diesem Jahr besonders vom Thema " 20 Jahre Wende " geprägt sei und damit für Öffnung und Wandel stehe. " Die Biografen der mehr als 80 Camp-Teilnehmer zeigen, dass es auch in ihrem jungen Leben Wendepunkte gab ", so Wolfgang Meyer. Er stellte zudem fest, dass man inzwischen beim 18. Eurocamp angekommen und dieses damit " erwachsen " geworden ist. " Das Eurocamp leistet einen wichtigen Beitrag, Europa mehr in den Mittelpunkt zu rücken ", stellte Rainer Robra abschließend fest

In den nächsten Tagen arbeiten die 84 Teilnehmer an etlichen Projekten. Mit dem Bau des Beachvolleyballplatzes, eines Hochseilgartens, Arbeiten im Schlosspark und der Renovierung eines Raumes in der Jugendbildungsstätte, sowie dem Bau eines Spiel- und Grillplatzes am Sportplatz von Klein Wanzleben wollen sie ihre Spuren in Peseckendorf und Umgebung hinterlassen. Ein weiteres Projekt nahmen die Gäste der Eröffnung gleich in Augenschein. Neben dem Peseckendorfer Schloss befndet sich ein Spielplatz, der in die Jahre gekommen ist und nun wieder auf Vordermann gebracht werden soll.

Zudem werden die Eurocamper am morgigen Freitag die Landeshauptstadt Magdeburg kennenlernen, am Wochenende das Zuckerfest in Klein Wanzleben besuchen und während einer Rad- und Kanutour gemeinsam mit der Sportjugend die Börde näher kennenlernen.