Peseckendorf. Mit großen Erwartungen sind die 80 Jugendlichen aus über 30 Ländern in das Eurocamp nach Peseckendorf gekommen. Im Vordergrund steht dabei der natürlich der Gedanke, Gleichaltrige wie Gleichgesinnte wie auch ein Stück von Deutschland kennen zu lernen.

Einige Teilnehmer haben bereits Eurocamperfahrungen sammeln können, andere erleben das Camp zum ersten Mal. Dazu gehört auch der 18-jährige Martin Lisanik aus der Slowakei. Er stellte am Eröffnungsabend den Gästen sein Land näher vor. Alle Länder hatten bunte Plakate mit Informationen ihrer Länder entworfen. Unter der Überschrift : " Slowakei – klein großes Land ", berichtet der Abiturient von der schönen Natur seines Heimatlandes, darüber dass hier der Mittelpunkt Europas liegt, dass das Nationalgetränk der Sliwowitz ist und dass der Erf nder des Fallschirms, Stefan Banic, aus der Slowakei kommt. Durch Freunde hat er vom Eurocamp erfahren. Und nicht nur er, deshalb ist die Slowakei mit fünf Jugendlichen im Eurocamp gut vertreten. " Was denken die Letten über die Letten ?" unter diesem Motto stellte die 21-jährige Lasma Zeipe mit viel Humor ihr Heimatland vor. So erzählte die Deutschstudentin, dass die Letten, als ihr Land EU-Mitglied wurde und alle Zuckerfabriken geschlossen wurden, sämtlichen Zucker für die leckere lettische Marmelade aufkauften. " Unsere Schränke waren voller Zucker ", berichtete die Jugendliche. Lasma Zeipe möchte gern ihr Studium in Deutschland fortsetzen. Sie hat bereits an anderen internationalen Projekten teilgenommen.

Als Touristin hat Michela Bugeja aus Malta Deutschland bereits kennengelernt. Nun ist die Deutschlehrerin einer Jungenschule nach Peseckendorf, nach Deutschland gekommen, um hier etwas Sinnvolles zu tun. Weil sie sich auf fröhliches Kinderlachen freut, entschied sich die junge Frau, am Bau des Spiel- und Grillplatzes für Kinder und Jugendliche in Klein Wanzleben mitzuwirken. " Und ich habe noch eine Bitte : Habt keine Angst davor, Deutsch zu sprechen, Fehler machen wir alle !" Probleme mit der deutschen Sprache dürfte Martin Moresco aus Italien, Südtirol nicht haben. Der junge Mann, der gerade sein Abitur gemacht hat, ist zweisprachig aufgewachsen. Von Freunden hat er viel über die Eurocamp-Traditionen erfahren und ist so neugierig geworden. Er denkt, dass er mit dem Camp wichtige Erfahrungen für sein weiteres Leben sammeln kann. " Bisher konnte ich mir die Leute, mit denen ich zusammen sein wollte, immer aussuchen. Hier bin ich Mitglied einer großen Gemeinschaft und muss mich einfügen. Das ist eine neue Erfahrung, aber auch eine Bereicherung für mich ", stellte der junge Mann zur Eröffnung des Camps fest. Martin Moresco hat sich für das Eurocamp-Arbeitsprojekt Hochseilgarten im Peseckendorfer Schlosspark entschieden.