Bottmersdorf ( skr ). Der Brand in der Bottmersdorfer Bau- und Möbel-Tischlerei Ma ü GmbH ist höchstwahrscheinlich auf einen technischen Defekt zurückzuführen. Entgegen ersten Annahmen, als die Polizei noch von Brandstiftung ausging, haben die Spezialisten des Landeskriminalamtes keinerlei Hinweise auf Brandstiftung gefunden. Die wahrscheinlichste Ursache ist ein technischer Defekt. Das teilte gestern Polizeisprecher Marek Weirauch vom Revier Haldensleben als Untersuchungsergebnis mit.

Bei dem Feuer in der Nacht zum Pfingstsonnabend war ein Schaden von rund zwei Millionen Euro entstanden. Dabei ging der komplette Werkstattbereich samt Maschinenpark in Flammen auf. 41 Feuerwehrmänner konnten das Übergreifen der Flammen auf benachbarte Gebäude verhindern.

Inzwischen steht fest, dass er Betrieb wieder aufgebaut werden soll. " Die vorhandenen Aufträge arbeiten wir, natürlich mit Einschränkungen ab und auch so läuft der Betrieb weiter ", zeigte sich Geschäftsführer Manfred Tüfer optimistisch. Er erhalte Unterstützung von allen Seiten. Außerdem könne er die Werkstatt seines Bruders in Klein Germersleben mitbenutzen. Zudem wolle er während der Zeit des Wiederaufbaus des Betriebes in Bottmersdorf noch eine Halle für die Produktion anmieten. Zurzeit muss dazu zum Beispiel noch der Neukauf oder Anmietung von Maschinen mit der Versicherung geklärt werden, aber auch hier schätzt der Unternehmer die Lage sehr optimistisch ein. " Ich bin froh darüber, dass schnell und unkompliziert eine Tischlerei in Eilsleben einen meiner Lehrlinge für zwei Monate übernommen hat ", sagte der Bottmersdorfer. Für den anderen Lehrling wolle sich die Kreishandwerkerschaft um einen vorübergehenden Ausbildungsplatz bemühen. " Das ist wichtig, damit die Ausbildung der Lehrlinge nicht unterbrochen wird ", erklärt Manfred Tüfer. Die elf Mitarbeiter in seinem Unternehmen sind vorerst beurlaubt, stehen aber auf Abruf bereit. " Wir sind ein sehr gutes Team und werden das auch gemeinsam durchstehen ", macht der Unternehmer Mut. Für ihn gab es auch schon deshalb keinen Zweifel daran, dass das Unternehmen wieder aufgebaut werden muss. Zumal irgendwann sein Sohn Stephan, der ebenfalls Tischlermeister ist, den Betrieb einmal in 8. Generation fortführen soll. Bereits in der nächsten Woche rechnet Tüfer damit, dass ein auf Brandschutt spezialisiertes Abrissunternehmen mit den Aufräumarbeiten beginnt. " In acht bis zwölf Monaten könnte hier dann alles wieder stehen ", sagt er. Manfred Tüfer nutzte im Volksstimme-Gespräch die Gelegenheit und bedankte sich bei allen Feuerwehrleuten : " Durch ihren Einsatz konnte weiteres Unheil, ein Übergreifen der Flammen auf Nachbargebäude, verhindert werden. Sie haben gekämpft und dafür bin ich sehr dankbar. "