Oschersleben ( mg ). Sie haben alle gekämpft, aber das Treppchen ist nur für die drei vorderen Plätze gedacht. Da wollten die besten der Besten aus dem Salzlandkreis sowie aus dem Landkreis Börde stehen. Insgesamt 39 Jungen und Mädchen gingen daher in drei Altersklassen an den Start für Radrennen von zwei bis vier Kilometer. Sie hatten sich zuvor über den Orts- und Kreisausscheid qualifiziert. Aus dem Salzlandkreis hatten zehn junge Radfahrer den Sprung in das Regionalfinale geschafft. Sie mussten sich allerdings beim Kampf um die ersten Plätze den Gastgebern geschlagen geben. Theo Reupke, Julia Goppold und Lucas Matz konnten ihre ersten Plätze verteidigen, die sie sich schon im Kreisausscheid erradelt hatten. Einen verdienten zweiten Platz sicherte sich Richard Brüske aus Egeln nach Pascal Arnold aus Domersleben.

Frederike Giese aus Zens wurde Erste in der Altersklasse 11 und 12. Sie hatte ein schnittiges Rennrad mit schmalen Reifen. Das löste bei manchen Eltern Verärgerung aus, sollten die Teilnehmer doch ein verkehrssicheres Rad vorweisen. Tatsächlich ist die Gesetzeslage bei Rennrädern, die unter elf Kilogramm wiegen, so, dass eine Batteriedauerbeleuchtung zugelassen ist, um die Verkehrssicherheit zu erfüllen. Trotz Trubel nahm Frederike ihren Pokal mit einem Lächeln entgegen. Damit es im nächsten Jahr nicht zu Missverständnissen kommt, versprach Susanne Sacher von der Sportjugend aber : " Wir werden die Ausschreibung dahingehend noch einmal prüfen. Das ist allen gegenüber nur fair. " Schließlich stellten sich alle zu Gruppenfotos auf, wollten ihre Erfolge auf Fotos bannen. Da knipsten die Eltern aus beiden Landkreisen eifrig mit ihren Apparaten.

Die Mamas und Papas aus dem Salzlandkreis wurden übrigens von Horst Schäfer begleitet, dem Besitzer des Friedensfahrtmuseums in Kleinmühlingen. Er ist bei den Kleinen Friedensfahrten in seinem Landkreis jedes Jahr mit Feuer dabei. Und bevor er nach dem Regionalfinale zu den kleinen Radlern aus seiner Region eilte und sie lobte, sagte er noch mit leuchtenden Augen : " Mit diesen Rennen wollen wir die Idee aufrecht erhalten, aus der die Friedensfahrt einmal entstanden ist – nämlich für den Frieden zu fahren. "